Teologia

Džalto, Davor

Schöpfung und Nichts

Orthodoxe Theologie und moderne Kunst im Dialog

Schöpfung und Nichts

Im Entstehungsprozess der Moderne nehmen „Kreativität“ und „Schöpfung“ als anthropologische Grundkonzepte einen wichtigen Platz ein. Nicht nur im Bereich der Kunst, sondern ganz allgemein wird menschliches Streben mit diesen Begriffen charakterisiert. Obwohl die Idee einer Schöpfung in der jüdisch-christlichen Bibeltradition ihren Ursprung hat, ist der Idee, dass der Mensch schaffend tätig sein kann, seitens der Theologie bemerkenswert wenig Aufmerksamkeit zuteil geworden. Innerhalb der christlich-orthodoxen Tradition wurde die Frage nach der Kreativität des Menschen und deren theologische Bedeutung am deutlichsten von Nikolai Berdyaev (1874-1948) formuliert. Viele Aspekte der Philosophie Berdyaevs stellen auch heute noch eine Herausforderung dar.

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Stümpfl, Tobias

Die Taufe von Kindern nichtkatholischer Christen

Eine kanonistische Untersuchung zu Canon 868 § 3 CIC unter besonderer Berücksichtigung der partikularrechtlichen Regelungen der deutschen Bistümer

Die Taufe von Kindern nichtkatholischer Christen

Die Themen Flucht und Migration haben im 21. Jahrhundert stark an Bedeutung gewonnen. Dies stellt die katholische Kirche vor neue Herausforderungen. So besuchen in Deutschland vor allem die Gläubigen nichtkatholischer orientalischer Kirchen die Gottesdienste der katholischen Kirche, da sie keinen Priester ihrer eigenen Kirche haben. Mit dem Motu Proprio „De concordia inter Codices“ hat Papst Franziskus im Jahr 2016 einen neuen Canon in das Gesetzbuch der lateinischen Kirche eingefügt, der es katholischen Spendern gestattet, ein Kind nichtkatholischer Christen zu taufen, wenn diese keinen eigenen Spender haben. Auf diesen Canon soll in diesem Werk ausführlicher eingegangen werden. Berücksichtig werden auch die partikularrechtlichen Regelungen der deutschen Diözesen. Für die pastorale Praxis werden Hinweise gegeben und Lösungen angeboten.

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Lehner, Wolfgang

Auf Durchreise

Ein Werkstattbericht zur Priesterausbildung

Auf Durchreise

Es herrscht eine große Einmütigkeit, dass sich an der Priesterausbildung künftig etwas ändern muss. Dabei sind die Erwartungen an die Priesterausbildung groß, aber ebenso die Widersprüche hinsichtlich des Priesterbilds. Überspitzt formuliert: Wir wissen zwar nicht, wie wir das Priestertum beschreiben sollen, wissen aber, wie Ausbildung funktionieren muss. Vielleicht ist es gut, vor der großen Reform der Priesterausbildung einen Fakten-Check zu machen: Wie werden Priester heute ausgebildet? Was findet denn eigentlich gerade statt? Der vorliegende Beitrag hat als Anliegen, Sachlichkeit, Erfahrungswerte und Perspektiven in die Diskussion einzubringen. Er ist keine wissenschaftliche Studie, sondern ein Werkstattbericht: der gegenwärtige Stand der Ausbildung wird beschrieben, um eine Grundlage für die nächsten Schritte zu gewinnen.

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Köster, Peter

Lebensorientierung am Markus-Evangelium

Eine geistliche Auslegung auf fachexegetischer Grundlage

Lebensorientierung am Markus-Evangelium

Den wenigsten Menschen wird es gegeben sein, beim Lesen eines Evangeliums der Person Jesu unmittelbar zu begegnen – unbeschwert „von den Kleidern, in welche Theologen und Gläubige im Lauf der Jahrhunderte Jesus eingehüllt“ haben. Dennoch lebt in vielen Suchenden die Sehnsucht, dass aus diesen knappen Texten das Geheimnis der Gestalt Jesu ihnen wie eine Feuerflamme entgegenschlägt und sie nicht mehr anders können, als Seinen Weg aufs Neue zu beginnen. Diese Auslegung des Markus-Evangeliums ist ein Versuch, den Leser/die Leserin an die im Text verborgene Glut heranzuführen – in der Hoffnung, dass ein Funke überspringt und er/sie „Feuer“ fängt.
3. komplett überarbeitete Auflage.

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Kowatsch (ed.), Andreas

111 Begriffe des österreichischen Religionsrechts

111 Begriffe des österreichischen Religionsrechts

In der Vielfalt der „111 Begriffe des österreichischen Religionsrechts“ erweist sich, dass das Religionsrecht eine Materie bildet, die sich über weite Bereiche der Rechtsordnung spannt. Bereits der in Österreich herrschende Konsens, vom „Religionsrecht“ anstatt vom früher üblichen „Staatskirchenrecht“ zu sprechen, zeigt dessen konkreten Ort an: Ohne ausdrücklich in der Verfassung so benannt zu sein, ist die Republik Österreich ein in religiös-weltanschaulichen Fragen neutraler Staat. Das Religionsrecht hat sich in den letzten Jahrzehnten aufgrund weitreichender gesellschaftlicher Transformationsprozesse, wozu die religiöse Pluralisierung oder die zunehmende Säkularisierung zählen, stark dynamisiert. Die in Österreich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften werden jeweils von einem ihrer Höchstrepräsentanten vorgestellt. Soweit hier manchmal eine gewisse Binnenperspektive anklingt, soll dies eine Einladung zum Dialog und zum Weiterdenken sein. Auf diese Weise möchte dieses Lexikon einen Beitrag zur Bewältigung aktueller religionspolitischer Fragen leisten.

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Kinzl, Michael

Actio Sacra

Das Mysterium der Liturgie und die Frage der Entsakralisierung

Actio Sacra

In einer Zeit, da vieles im Wandel erscheint, stellen wir uns unwillkürlich die Frage: Was trägt mich und was bleibt? Was besitzt Gültigkeit, unbedingt, absolut und unabhängig von außen? Im Fall der Religion ist dies die Frage nach dem Heiligen bzw. Gott. Es wäre letztlich unlogisch – gerade heute –, sie nicht auch im Bereich der kirchlichen Liturgie zu stellen. Dort wird sie zur Frage nach dem Sakralen: Wie kann ich dem Absoluten begegnen, welche Formen dieser Begegnung besitzen eine überzeitliche Verbindlichkeit, wie ist diese vor dem Hintergrund unseres Glaubens an Jesus Christus, den Erlöser und Heiland der Welt, zu begründen? Gerade heute scheint es aber auch angezeigt, einen solchen Begründungsversuch zu unternehmen. Sind doch moderne Menschen in einer technisierten Zivilisation es immer weniger gewöhnt, die sie umgebende Wirklichkeit unter den Aspekten „Sakralität“ bzw. „Sakramentalität“ zu sehen. Damit einher geht auch der Verlust eines grundlegenden Verständnisses für die Sinnhaftigkeit von Ritualität. Dieses zu wecken bzw. den Weg dorthin als lohnenswerte Aufgabe für Theologie und pastorale Praxis auszuweisen, ist das erklärte Ziel dieser Arbeit.

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Eschlböck (ed.), Laurentius

Das nachkonziliare Eigenrecht der deutschsprachigen Benediktiner

Das nachkonziliare Eigenrecht der deutschsprachigen Benediktiner

Das Zweite Vatikanische Konzil forderte im Dekret über die zeitgemäße Erneuerung des Ordenslebens („Perfectae Caritatis“) von 1965 die Orden zu einer umfassenden Neugestaltung ihres Eigenrechts auf. In den folgenden Jahren setzten die Verantwortlichen diese Vorgaben mit großem Engagement um, was zu erheblichen Änderungen in sämtlichen Lebensbereichen führte. Die hier enthaltenen Aufsätze geben Auskunft über die nachkonziliaren Neugestaltungen des Eigenrechts in den Schweizer, Österreichenischen, Bayerischen, Beuroner und Ottilianer Benediktinerkongregationen und berücksichtigen die damit verbundenen Hintergründe und Zielsetzungen.

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Berkmann (ed.), Burkhard JosefGüthoff (ed.), ElmarKingata (ed.), Yves

Das Klaus-Mörsdorf-Studium für Kanonistik der Ludwig-Maximilians-Universität

1947 bis 2022

Das Klaus-Mörsdorf-Studium für Kanonistik der Ludwig-Maximilians-Universität

Das Kanonistische Institut innerhalb der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München wurde durch Erlass des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus am 17. März 1947 im Einvernehmen mit dem Erzbischof von München und Freising, Michael Kardinal Faulhaber, errichtet. Es nahm seine Tätigkeit mit dem Sommersemester 1947 auf, damals noch in den Räumen des Exerzitienhauses Schloss Fürstenried. Im Jahre 1959 hat das Kanonistische Institut im Universitätshauptgebäude seine Räume bezogen. Die Konzeption ist vor allem dem ersten Direktor Prof. Dr. Dr. Klaus Mörsdorf zu verdanken. Ihm zu Ehren wurde das Institut am 1. Juli 2001 in „Klaus-Mörsdorf-Studium für Kanonistik“ umbenannt. Der vorliegende Überblick dokumentiert die Struktur und das Wirken dieser Einrichtung, die seit nunmehr 75 Jahren die kanonistische Lehre maßgeblich prägt.

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Moloney, Francis J.

Die Offenbarung des Johannes und ihre Botschaft heute

Tageslesungen zur Osterzeit

Die Offenbarung des Johannes und ihre Botschaft heute

Das letzte Buch der christlichen Bibel – die Offenbarung des Johannes – wird gerade in der Osterzeit im kirchlichen Bereich vorgetragen. Die Texte stoßen allerdings oft auf wenig Resonanz wegen ihres schwierigen und rätselhaft verschlüsselten Inhalts. Die Tageslesungen wollen dem Buch der Offenbarung seinen angemessenen Platz im Leben, Glauben und Handeln der christlichen Kirchen zurückgeben. Dabei wird ein neuer Zugang angeboten, der nicht mehr um eine Vertröstung aus menschlichem Elend durch „Entrückung“ in ein himmlisches Jerusalem kreist. Die Offenbarung des Johannes verkündet vielmehr das Privileg, zum Neuen Jerusalem zu gehören: einem Ort auf der Erde, wo Gott und das Lamm wohnen und in alle Ewigkeit herrschen werden (Offenbarung 22,1–5). Dies ist der alleinige Grund der christlichen Hoffnung.

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