Storia

Rivinius, Karl Josef

„Wir sind Weiße und wollen Weiße bleiben“

Rassismus in Deutsch-Südwestafrika

„Wir sind Weiße und wollen Weiße bleiben“

Im April 1883 erwarb der Bremer Kaufmann Franz Adolf Lüderitz in Südwestafrika ein Gebiet von rund 1400 Quadratmeilen von einem einheimischen Häuptling. Ein Jahr später erklärte Bismarck die Schutzhoheit des Deutschen Reiches über die von Lüderitz erworbenen Gebiete, die beständig erweitert und zu „Deutsch-Südwest-Afrika“ deklariert wurden. Zunehmende Konflikte zwischen deutschen Siedlern und der einheimischen Bevölkerung führten zu einem Aufstand im Jahr 1904, dessen brutale Niederschlagung die Stämme der Herero und Nama zum großen Teil auslöschte. Die hier vorgelegte Dokumentation verfolgt die Geschichte des Rassismus in Deutsch-Südwestafrika, der besonders am Beispiel der „Mischehengesetze“ nachgezeichnet wird.

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Evers, Georg

Unterwegs zwischen Ländern, Kulturen und Religionen

Erinnerungen

Unterwegs zwischen Ländern, Kulturen und Religionen

Der Theologe und Asienspezialist Georg Evers blickt zurück auf prägende Lebenserfahrungen: die Kindheit am Niederrhein, der Eintritt in den Jesuitenorden und die Begegnung mit der japanischen Kultur, die Promotion in Theologie, die Tätigkeit als Referent für Erwachsenenbildung in Bendorf (1973-1979), als Asienreferent im Missionswissenschaftlichen Institut Missio in Aachen (1979-2001), auf Reisen und Lehrtätigkeit. Die Erinnerungen geben über das persönliche Lebensschicksal hinaus Einblicke in kirchliche und theologische Entwicklungen der Weltkirche und insbesondere der asiatischen Kirchen.

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Hammond, John

Endstation Frieden

Die bewegende Lebensreise des Abtes Leo von Rudloff (1902–1982)

Endstation Frieden

Leo von Rudloff (1902–1982) begann seine bewegte Lebensreise in der norddeutschen Stadt Düren. Mit 18 Jahren trat er in die Abtei Gerleve ein und wirkte zunächst vor allem bei der theologischen Ausbildung mit. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte er unter schwierigsten Umständen, für die deutsche Dormitio Abtei (Jerusalem) im israelischen Staat einen Neuanfang zu finden. Dafür gründete er 1953 das Kloster Weston Priory in den USA, wo er seit 1968 ständig lebte. In seinem geistlichen Wirken war er tief von den Aufbrüchen des Zweiten Vatikanischen Konzils und dem Bemühen um Aussöhnung mit dem Judentum geprägt. Sein bewegender Lebensweg verkörpert eindringlich die Umbruchszeit für die Welt der Kirche und Klöster in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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Lippert, Stefan

Audomar Scheuermann – Leben, Werk und Wirkungsgeschichte

Annäherung an einen bedeutenden Kanonisten des 20. Jahrhunderts und Professor der ersten Stunde am heutigen Klaus-Mörsdorf-Studium für Kanonistik

Audomar Scheuermann –  Leben, Werk und  Wirkungsgeschichte

Der Kanonist Audomar Scheuermann (1908-2000) hat als Professor für kanonisches Straf- und Prozessrecht an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität die kirchenrechtliche Lehre stark geprägt. Dabei nahm er auch Einfluss auf die Rechtsentwicklung, die im 20. Jahrhundert aufgrund der Promulgation von CIC/1917 und CIC/1983 sowie zahlreicher Motu Proprio starken Veränderungen unterworfen war. Diese Studie möchte erstmals einen umfassenden Überblick über Leben, Lehre und Wirkung dieses bedeutenden Rechtsgelehrten vermitteln.

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Ledóchowska, Ursula

Mit Zuversicht im Herzen

Erinnerungen aus den Jahren 1886-1924

Mit Zuversicht im Herzen

Die polnische Ordensfrau Ursula Ledóchowska (1865–1939) begründete die Kongregation der „Grauen Ursulinen“, einem der jüngsten Zweige der großen ursulinischen Ordensfamilie, die im 16. Jahrhundert von der heiligen Angela Merici ins Leben gerufen wurde. In ihren Erinnerungen beschreibt die 2003 heiliggesprochene Gründerin ihren Lebensweg in der zerrissenen Welt Europas und die Ereignisse, die zur Entstehung einer neuen Kongregation im Bereich der Erziehung und des Jugendapostolats führten.

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Bauer, Cordula

Karriere und Diplomatie

Der französische Gesandte Hubert de Folard am Münchener Hof (1756-1776)

Karriere und Diplomatie

Der französische Gesandte Hubert de Folard war von 1756 bis 1776 am Münchner Hof akkreditiert. Am Ende seiner Dienstzeit zählte der Diplomat zu den besten Kennern des Kurfürstentums Bayern und des Alten Reichs. Die Verfasserin nimmt die Karrierebestrebungen und Kommunikationsstrategien des Gesandten in den Blick und untersucht die sich daraus ergebenden Allianzen und Spannungen im Staatsdienst. 

Die Studie wurde mit dem LMU-Forscherpreis für exzellente Studierende und mit dem deutsch-französischen Geschichtspreis für Masterarbeiten ausgezeichnet.

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Deutsch (ed.), AndreasHirte (ed.), Markus

„Hund und Katz – Wolf und Spatz“

Tiere in der Rechtsgeschichte

„Hund und Katz – Wolf und Spatz“

Industrielle Massentierhaltung gab es weder in Mittelalter noch Früher Neuzeit. Also tatsächlich eine „gute alte Zeit“ für das Tier? Wie entwickelte sich das Verhältnis von Mensch und Tier? Welcher Platz wurde den Vierbeinern im Recht zugewiesen? Die große Jubiläumsausstellung des Mittelalterlichen Kriminalmuseums widmet sich der Rechtsgeschichte des Tieres. Der reich bebilderte Begleitband zur Ausstellung präsentiert über 100 eindrucksvolle Exponate.

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Sieber, Gottfried

Im Tal der 1000 Hügel

Erlebnisse eines Benediktinermissionars in Afrika

Im Tal der 1000 Hügel

Im Jahr 1968 begann für den oberbayerischen Pater Gottfried Sieber ein über fünf Jahrzehnte währender Missionseinsatz im südafrikanischen Zululand. In diesem Band hält der Missionsbenediktiner Rückblick auf prägende Erlebnisse und Begegnungen, die zugleich auch den politischen und gesellschaftlichen Wandel Südafrikas beleuchten.

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Becker (ed.), Peter

Laurentius von Brindisi (1559-1619)

Kapuziner und Kirchenlehrer

Laurentius von Brindisi (1559-1619)
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In den letzten Jahrzehnten hat die Erforschung des Lebens und Wirkens des großen Kapuziners Laurentius von Brindisi (1559–1619) bedeutende Fortschritte gemacht. Sein Name ist nicht nur mit der Einpflanzung des Ordens in Österreich und Böhmen, sondern mit der Katholischen Reform des 16. Jahrhunderts untrennbar verbunden. Als außergewöhnlich sprachbegabter, begeisterter und begeisternder Ordensmann und Prediger, zugleich klug und unerschrocken in den verschiedenen diplomatischen Missionen, die ihm von Papst und katholischen Fürsten anvertraut wurden, prägte er seine Zeit in einem Ausmaß wie wenige seiner Zeitgenossen. Besondere Aufmerksamkeit verdient das theologische, exegetische und spirituelle Werk des „Doctor apostolicus“, das bislang noch wenig rezipiert ist, und von dem man sich Inspiration für unsere eigene Gegenwart erwarten darf.

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Wüst, Wolfgang

Der fränkische Reichskreis – Fakten, Fragen und Forschung

hrsg. von der Fränkischen Arbeitsgemeinschaft e.V.

Der fränkische Reichskreis – Fakten, Fragen und Forschung

Die Schaffung der Reichskreise im Zuge der Reichsreformen unter Kaiser Maximilian I. war seit dem Augsburger Reichstag von 1500 eine überfällige Antwort auf die regionale Ohnmacht von Reich und Ständen in Fragen der Landfriedenswahrung, der Kammergerichtsorganisation, der Steuer-, Bettel-, Armen-, Zoll- und Münzkontrolle, der Reichsarmeeaushebung, der Gesundheitsfürsorge – sie formierte sich durch die medizinische Policey mit Blick auf die Trinkwasserversorgung, dem Schutz vor Seuchen und der Pest – sowie vieler anderer zentraler Punkte im frühmodernen Zivilisationsprozess. Zu ihnen zählten beispielsweise bald auch der grenzüberschreitende Chaussee- und Straßenbau und die Schlichtung territorialer Prestige- und Grenzstreitigkeiten. Manches blieb dabei gegenüber (armierten) Territorialmächten eher Anspruch als alltäglicher Vollzug. Trotzdem wäre Europas Entwicklung ohne die Reichskreise nur schwer vorstellbar gewesen. Exemplarisch ist der Fränkische Reichskreis fokussiert mit seiner eindrucksvollen Bilanz an Kreisversammlungen und Beschlüssen und der singulären Ausarbeitung einer eigenen Policeyordnung im Jahr 1572.

Vollständig überarbeitete und erweiterte Neuauflage.

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