Reihe Kunstwissenschaft

02

Ehrl, Franziska

„des allgemeinsten Interesses sicher“

Druckgraphische Totentanzfolgen im Sog des Ersten Weltkriegs

„des allgemeinsten Interesses sicher“
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Trotz eines regen Forschungsinteresses am Totentanz im Allgemeinen wurde den druckgraphischen Ausprägungen, die unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs entstanden beziehungsweise publiziert wurden, bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei belegt die bemerkenswerte Fülle druckgraphischer Totentanzfolgen, die von der Jahrhundertwende bis in die späten 1920er Jahre publiziert wurden, dass der Totentanz auf eine höchst spannende Weise mit der unruhigen Zeit des beginnenden 20. Jahrhunderts verwoben ist. Im Wirkungsfeld der bereits vorkriegszeitlich einsetzenden Propaganda, der mit der Kriegszeit schrittweise erstarkenden Kritik und dem Bedürfnis nach Verarbeitung wurde das Totentanzmotiv zur Metapher des Erlebens und zum Spiegelbild des zeitabhängigen Umgangs mit dem Tod.

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01

Balun, Olena

Volksbild „Kosak Mamaj“ in den Werken der ukrainischen Avantgarde

Volksbild „Kosak Mamaj“ in den Werken der ukrainischen Avantgarde

Der Begriff „Kosak Mamaj“ bezeichnet einen Typus von Kosakendarstellungen, der sich in der ukrainischen Volkskunst im 17.-19. Jahrhundert verbreitete und Ende des 19. Jahrhunderts zum nationalen Symbol avancierte. Im Zuge der Wiederentdeckung der Volkskunst durch die künstlerische Avantgarde wurde Anfang des 20. Jahrhunderts auch das Thema des „Kosak Mamaj“ vielfach aufgegriffen. Das Zentralmotiv des Bildes, seine Komposition und Elemente, aber auch die allgemeine Thematik wurden zur Grundlage für vielfältige Experimente in Malerei und Grafik, Theater und Kino, abhängig davon, welche Ziele die jeweiligen Künstler verfolgten und im Auftrag welcher politischen Mächte sie wirkten.

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