Libri

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Duttmann, Corinna

Im Lieben durch Leiden wachsen

John Hicks religionsphilosophische Lösung des Theodizee-Problems

Im Lieben durch Leiden wachsen

Der englische Theologe John Hick (1922–2012) ist vor allem als Vertreter der pluralistischen Religionstheologie bekannt, hat sich aber auch intensiv mit dem Theodizee-Problem auseinandergesetzt. Dabei fand er zu einer ausgesprochen positiven Lösung: Der Glaube an einen allmächtigen und allgütigen Gott ist trotz der Übel in der Welt rechtfertigbar, da Gott den Menschen durch Leiderfah-rungen reifen lassen will – eine Reifung, die auf Grund des hohen Wertes der Freiheit anders nicht möglich wäre. Für Hick liegt der Sinn des Lebens im Reifen der Seele in der Liebe. Da sich der Mensch nicht nur durch positive Erfahrungen weiterentwickelt, sondern auch durch negative, kann er durch Leiden im Lieben wachsen. Damit bleibt das Übel zwar ein solches und ist nicht gottgewollt, birgt aber einen Sinn, da es immer eine Reifungschance in sich trägt. Die Argumentation Hicks wird anhand seiner Biographie und seiner Schriften nachvollzogen und in die philosophische Diskussion der Theodizee-Frage eingeordnet.

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10

Buijkx, Thirza S.H.

Beholding the Luminous Nous

Trinitarian and Demonic Light-Visions in Evagrius of Pontus’ Prayer Trilogy

Beholding the  Luminous Nous

In a society increasingly bombarded by contrasting information, the question of how to interpret reality has become more and more important. This same question, though in a vastly different setting, also existed in the times of Evagrius of Pontus, a fourth-century desert father who was later condemned for his speculative teachings. In the writings of Evagrius, we see his profound fascination with the problem of delusion: of whether one’s experience or interpretation of reality can be trusted. This problem is at the heart of this study, where the author argues that Evagrius’ accounts of the vision of the light of the Holy Trinity cannot be properly understood without also taking into account his warnings against delusion.

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09

Park, Bum Shin

Der Kartograf

Historischer Roman über den koreanischen Gelehrten Kosandscha

Der Kartograf

Der Ehrenname „Kosandscha“ („Mann aus den unvergänglichen Bergen“) ist in Korea unzertrennlich verbunden mit den Landkarten, die der Gelehrte Kim Tschongho (1804–1866) im Laufe seines Lebens erstellte. Vor allem sein letztes Werk, die „Karte des Hohen Ostes“, ist aufgrund ihrer genauen Wiedergabe der Halbinsel Korea zu einem Meilenstein der Kartografie geworden. Sein Leben ist nur in Umrissen bekannt. So soll er aufgrund seines Meisterwerks hingerichtet worden sein, weil es den Feinden Koreas Aufschlüsse über strategische Zugänge verschafft habe. In seinem dokumentarischen Roman rekonstruiert Park Bum Shin die Biographie und die zeitgeschichtlichen Hintergründe eines Gelehrtenlebens.
Übersetzt von Albrecht Huwe.

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185

Bunge, Gabriel

Les enseignements d’Évagre (Chapitres des disciples d’Évagre)

Le missing link entre la première et la deuxième controverse origéniste

Les enseignements d’Évagre (Chapitres des disciples d’Évagre)

L’ouvrage connu sous le titre Chapitres des disciples d’Évagre établit un rapport très étroit, moyennant ses « disciples » anonymes, entre la personne et la pensée d’Évagre le Pontique (ca 345-399) et le contenu doctrinal de cet ouvrage. Ce rapport serait même plus étroit encore si l’on acceptait la conclusion que le titre original de l’ouvrage était en réalité Enseignements d’Évagre, comme le suggèrent deux des plus anciennes citations. C’est donc par la personne d’Évagre, sa pensée et sa destinée posthume, paradoxales à plus d’un titre, que nous devons commencer notre enquête sur les rapports entre les doctrines personnelles de l’auteur des Enseignements d’Évagre et celles d’Évagre lui-même. La redécouverte de cet œuvre comble en partie le fossé des cent cinquante années entre la première controverse autour de la légitimité d’un recours aux «  livres d’Origène  » et sa réédition dans la première moitié du VIe siècle. Il nous permet donc d’entrevoir comment la pensée d’Évagre fut reçue et évolua dans les milieux monastiques cultivés de la Palestine, et de quelle manière elle s’enrichit d’éléments nouveaux. A l’aide de ce missing link et d’autres arguments, l’étude conclut que la condamnation d’Évagre comme “hérétique origéniste” était injustifiée.

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Birgitta von Schweden

Werke

Werke

Die „Offenbarungen“ („Revelaciones“) der schwedischen Fürstin und achtfachen Mutter Birgitta Birgersdotter (1303-1373) haben die Glaubenswelt des Mittelalters tief beeinflusst. Nach ihrem Umzug nach Rom wurde sie zur gefragten geistlichen Ratgeberin, deren Aufrufe zu Buße und Umkehr weithin gehört wurden. Zusammen mit ihrer gleichfalls heilig gesprochenen Tochter Katherina von Vadstena begründete sie den Orden der Birgittinnen, der dem Prinzip der Doppelklöster folgt (Männer- und Frauengemeinschaft nebeneinander). Im Jahre 1999 wurde sie von Papst Johannes Paul II. zu einer Patronin Europas erhoben. Die vorliegende Neuübersetzung der „Offenbarungen“ von Sr. Apollonia Buchinger OSsS enthält noch kleinere Werke der schwedischen Heiligen, unter anderem die Ordensregel der Birgitten („Regel vom hl. Erlöser“). Mit einer Einführung von Wilhelm Liebhart.

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Müller, Ferdinand J.

Die Bayerische Benediktinerakademie (1921–2021)

Geschichte und Gegenwart

Die Bayerische Benediktinerakademie (1921–2021)

Bei den Benediktinern hatte Wissenschaft und Bildung immer einen hohen Stellenwert, was sich beispielsweise an gut ausgestatteten Bibliotheken und traditionsreichen Klosterschulen zeigt. Die Praxis klösterlicher Gelehrsamkeit und die neuzeitliche Akademiebewegung führte im deutschen Raum im Jahr 1751 zur Gründung einer „Societas Litteraria Germano-Benedictina“ bzw. 1797 der „Societas Litteraria Benedictino-Bavarica“, die dann der Säkularisation zum Opfer fielen. Die Bayerische Benediktinerkongregation unternahm 1921 einen neuen Anlauf mit der Gründung der „Bayerischen Benediktinerakademie“, welche wissenschaftlich engagierte Mitglieder des Ordens und nahestehende Wissenschaftler zusammenführt. In ihrem 100-jährigen Bestehen gingen von der Benediktinerakademie und ihren vier Sektionen (Sectio theologica, Sectio philosophica, Sectio historica und Sectio artium) zahlreiche kulturelle und wissenschaftliche Initiativen aus. Dieser Überblick zeichnet die Geschichte der Bayerischen Benediktinerakademie quellennah von den Ursprüngen bis zur Gegenwart nach. 

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Groos (ed.), Maria

Die Liebe, nach der wir uns sehnen

Zur Theologie des Leibes des hl. Johannes Paul II.

Die Liebe, nach der wir uns sehnen

Einen anderen Menschen zu lieben und selbst geliebt zu sein – wer wünscht sich das nicht? Aber es ist nicht immer einfach. Johannes Paul II. gibt in seiner Theologie des Leibes Antworten auf die immerwährenden Fragen über die Liebe. „Der Leser entdeckt ein wahrhaftiges ‚Evangelium‘ – eine gute Nachricht – über die menschliche Liebe.“ (Aus dem Vorwort von Kardinal Angelo Scola)

Die Publikation erscheint in fünf Sprachen: Deutsch, Italienisch, Englisch, Spanisch und Französisch.

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Rothe, Wolfgang F.

Whiskywallfahrten II

Ein weiterer spiritueller Reiseführer durch Schottland

Whiskywallfahrten II

Wie schon der erste Band von „Whisky-Wallfahrten“ lädt auch dieser zweite zu einer im doppelten Sinn spirituellen Reise ein. Dabei dient die traditionelle schottische Spirituose Whisky als eine Art Wegweiser in die Spiritualität des iro-schottischen Christentums. Mit einem Schluck schottischen Whiskys im Glas ist man nämlich so gut wie dort, wo er herstammt: Whisky ist Schottland in destillierter Form, ist gleichsam die Essenz seiner grandiosen Landschaft, seines ausgeglichenen Klimas, seiner bewegten Geschichte, seiner einzigartigen Kultur und nicht zuletzt auch seiner zeitlosen Spiritualität. In diesem Buch nimmt „Whisky-Vikar“ Wolfgang F. Rothe seine Leser erneut mit auf eine Reise zu den Quellen sowohl einer wunderbaren Spirituose als auch einer lebensnahen Spiritualität.

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Mayer-Tasch (ed.), Peter CorneliusPousinis (ed.), Andreas

Seeblick

Die Ammerseelandschaft im Spiegel der Kunst

Seeblick

Im Gegensatz zu dem einst als „Grafensee“ bekannten Starnberger See zählte der als „Bauernsee“ bezeichnete Ammersee lange zu den verborgenen und weniger beachteten Gegenden im Fünfseenland. Spätestens seit Mitte des 19. Jahrhunderts zog es dann aber zunächst vor allem Künstler in die ruhige Seelandschaft, die sie aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln festhielten oder sich hier auch gleich niederließen. Die in diesem Band vorgestellten Bilder aus der Sammlung Mayer-Tasch vermitteln Stimmungen, Gesichter und Sichtweisen dieser Kulturlandschaft und dokumentieren so verschiedenartige künstlerische Zugänge zum Zauber des Sees aus zwei Jahrhunderten.

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