Terzero Reich e resistenza

Albert (ed.), MarcelHaas (ed.), Reimund

Bei den Menschen bleiben

Kölner Pfarrer und das Ende des Zweiten Weltkriegs

Bei den Menschen bleiben

Von Mai 1940 bis zum März 1945 wurde Köln Ziel zahlloser Fliegerangriffe. Stadtdechant Robert Grosche rief die katholischen Geistlichen dazu auf, bei den immer weniger werdenden Menschen in der Stadt zu bleiben. Grosches Tagebuch und die von Pfarrer Paul Fetten geführte Chronik der Pfarrei St. Ursula schildern detailreich den Untergang des alten Köln, die Ängste und Sorgen der Menschen und die Schwierigkeiten des Neuanfangs.

Das Buch “Bei den Menschen bleiben – Kölner Pfarrer und das Ende des Zweiten Weltkriegs” gibt dem Leser ein anschauliches Bild der Kölner Nachkriegszeit. (Kölnische Rundschau, 6. Juni 2012, S. 36)

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Senninger, Gerhard

Glaubenszeugen oder Versager?

Katholische Kirche und Nationalsozialismus

Glaubenszeugen oder Versager?

4. überarbeitete und erweiterte Auflage 2009

In Vorbemerkungen schildert der Verfasser kurz die Lage der katholischen Kirche im 19. Jahrhundert, den Vertrag von Versailles, die Situation der Katholiken während der Weimarer Republik, den Bolschewismus und weitere weltpolitische Probleme der katholischen Kirche um 1933. Auf diese Weise wird das Verhalten der Gläubigen zum Nationalsozialismus, das in fünf Zeitabschnitten beschrieben wird, dem Leser verständlicher. Anschließend behandelt er die Haltung der deutschen Katholiken, der Päpste Pius‘ Xl. und Pius‘ XII. sowie des Auslands zu den Juden, aber auch die Einstellung der evangelischen Christen zum Nationalsozialismus. Nur so, meint er, – im Vergleich mit anderen – kann das Verhalten einer bestimmten Gruppe einigermaßen gerecht beurteilt werden.

Abschließend setzt er sich noch auseinander mit unsachlicher Kritik an der Kirche und bereichert die Veröffentlichung im Anhang mit Karten, Statistiken, anderen Dokumenten sowie mit einem ausführlichen Personen- und Sachregister.

Prof. Dr. Konrad Löw urteilt über seine Arbeit: »Senningers Werk ist für jeden von uns, dem die historische Wahrheit ein Anliegen ist, biblisch gesprochen ein Talent, mit dem wir wuchern können.« (Die Tagespost, 20.9.2003), Dr. Eduard Werner schreibt: »Das Buch ist eine wertvolle Ergänzung der vorhandenen Fachliteratur und ist sehr zu empfehlen« (Der Fels, Januar 2004) Dr. Alfred Schickel stellt fest: »Es empfiehlt sich als eine gelungene Handreichung für Lehrer, Seelsorger und alle an der neueren Kirchengeschichte aufrichtig interessierten Zeitgenossen.« (Klerusblatt, 15.12.2003) Konsul a. D. Traugott

Voegeli-Tschirky würdigt es am 25.6.2006 im Schweizerischen »Kath. Sonntagsblatt«, und Prälat Erich Läufer erklärt: »Ich würde mir wünschen, mancher Lehrer und Priester, aber auch solche, die kirchenkritische Positionen bezogen haben, könnten sich zur Lektüre dieses Buches entschließen. Es hat zudem den großen Vorteil, die Entscheidungen von damals nicht aus der Perspektive des Wissens von heute darzustellen.« (Kölner Kirchenzeitung 17.3.2006)

 

REZENSIONEN

Academia (4/2010) 

Wenn ein im Jahre 2003 erschienenes Werk über das Verhältnis von katholischer Kirche und Nationalsozialismus genau sechs Jahre später die vierte überarbeitete und erweiterte Auflage erreicht, so ist dies zunächst ein Indiz für die nach wie vor vorhandene Virulenz dieses Problems, wie ja auch die immer wieder aufbrechenden Diskussionen über Einzelfragen in der Öffentlichkeit zeigen. Darüber hinaus wächst die Nachfrage der Leser aber auch aus der spezifischen Art des Werkes, denn man wird so leicht nicht einen rein fachwissenschaftlichen Titel finden, der auf ein ähnlich großes Interesse gestoßen ist. Bei Gerhard Senningers Buch handelt es sich um ein im besten Sinne populär wissenschaftliches Werk, das zu der in seinem Titel formulierten Alternative „Fakten – Kritik – Würdigung“ präsentiert, wie es im Untertitel heißt. Dies geschieht in einer aus Quellen und Fachliteratur gestützten anschaulichen Darstellung. Diese lässt die Geschichte nicht am 30.1.1933 beginnen, wie dies häufig geschieht, sondern verortet das Verhältnis von Kirche und Staat seit dem 19. Jahrhundert, zeigt die weltpolitischen Probleme der katholischen Kirche in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts auf (Kirchenverfolgungen in der Sowjetunion, in Mexiko, in Spanien) und behandelt dann die kirchenpolitische Entwicklung in Deutschland, wobei die öffentlichen Kontroversen der letzten Jahrzehnte aufgegriffen und dazu die entsprechenden Fakten – häufig auch kaum bekannte – beigebracht werden. Ausführlich wird das Verhältnis von katholischer Kirche und Juden behandelt und ebenso die Stellung der evangelischen Kirchen zum Nationalsozialismus, denen ja zwei Drittel der deutschen Bevölkerung angehörten. Ein Anhang mit Statistiken und Übersichten ist ebenso wie Personen-, Orts- und Sachregister eine wertvolle Ergänzung. Es handelt sich um ein Buch, das eine fundierte eigene Meinungsbildung ermöglicht, und allen, die an der Thematik interessiert sind oder beruflich damit in Berührung kommen –  vor allem Theologen und Lehrern – nur nachdrücklich empfohlen werden kann. (Prof. Dr. Joachim Kuropka)

 

Dr. Alfred Schickel, Leiter der Zeitgeschichtlichen Forschungsstelle Ingolstadt, schreibt in »Klerusblatt« (7/2010): 

Es kommt nicht oft vor, dass ein „Geschichtsbuch“ innerhalb weniger Jahre vier Auflagen erlebt. Gerhard Senninger bietet einen solchen raren „Bestseller“. Darin antwortet er auf die oft gestellte Frage nach der „unbewältigten Vergangenheit“ der katholischen Kirche im „Dritten Reich“. Ein Streitthema, das weit ins letzte Jahrhundert zurückreicht und immer wieder aktuell wird. Die vierte Auflage seines Werkes „Glaubenszeugen oder Versager?“ steht auf dem neuesten Stand der zeit- und kirchengeschichtlichen Forschung über das Neben- und Gegeneinander von katholischer Kirche und Nationalsozialismus. Und das – wie im Untertitel angekündigt – sauber gebündelt und geordnet in „Fakten – Kritik – Würdigung“. Dabei reicht sein Darstellungsbogen von der Behandlung außenpolitischer Vorgänge wie des Abschlusses des Reichskonkordats (1933) bis zur Erwähnung lokaler bayerischer Ereignisse wie des Ganges der aus der Jugendbildung verbannten Ingolstädter Franziskanerinnen in die südamerikanische Mission (Brasilien) in den Jahren 1938 und 1939. Eine Beispiel-Breite, für die der Geschichtslehrer ebenso dankbar sein dürfte wie der Kirchen- und Regionalhistoriker, für welchen klösterliche Niederlassungen wie St. Johann im Gnadenthal (Ingolstadt) oder die Benediktinerinnenabtei St. Walburg in Eichstätt Kulturstätten von herausragender Bedeutung sind. Gerhard Senningers verdienstvolle Arbeit hat ihren inhaltlichen und zugleich auch aktuellen Höhepunkt im Kapitel über Papst Pius XII. Es mag mehr Zufall sein, dass es zwischen Vorwort und ausführlichem Anhang mit Anmerkungen, Literaturverzeichnis und Register in der Mitte platziert ist. Entsprechend akribisch und ausgewogen erscheint die Vorstellung und Würdigung dieses in den Streit der Meinungen gezogenen Pontifex, dessen Seligsprechung bevorsteht. Für Gerhard Senninger ist der Pacelli-Papst nach sorgfältigem Abwägen aller Gesichtspunkte klar und zweifelsfrei ein Glaubenszeuge. Eine Erkenntnis, die auch Fachkreise „am Tiber“ teilen, wo übrigens die Arbeiten Gerhard Senningers sehr geschätzt werden.

 

»Pastoralblatt« Nr. 6 (18.06.2010): 

Binnen weniger Jahre hat die Publikation von Gerhard Senninger, dem langjährigen Pfarrer von Altdorf, über die Geschichte der katholischen Kirche im Dritten Reich die vierte Auflage erfahren. Dazu hat der Autor sein Buch jeweils überarbeitet und neue Aspekte in dem Band berücksichtigt. Senninger setzt nicht erst mit dem Jahr 1933, mit der so genannten Machtergreifung durch Adolf Hitler an, sondern geht weit in die Zeit vorher zurück und spürt damit den Wurzeln der Entstehung der zwölf unheilvollen Jahre nach. Hilfreich ist es auch, dass Senninger auf die Situation und das Verhalten der evangelischen Christen im Dritten Reich eingeht. Der Autor greift umfassend die zentralen und wichtigen Themen der Geschichte der Kirche zwischen 1933 und 1945 auf und weicht den umstrittenen Themen (z.B. Pius XII. und die Juden) nicht aus. Es ist ihm gelungen, eine überaus sachkundige und gut lesbare Darstellung dieses wichtigen Themas der neuesten Kirchengeschichte vorzulegen.

 

»Der Fels« (4/2010): 

Zum Jahresende 2009 erreichte diese profunde Arbeit die vierte Auflage. Der Autor hat neue Dokumente und neue Literatur eingearbeitet, womit er durchweg zeigt, dass die katholische Kirche im Dritten Reich eher eine heroische Rolle spielte und daher manche Anschuldigung auf Unkenntnis der Fakten oder Voreingenommenheit beruht. Für Geschichtslehrer und Fachjournalisten unverzichtbar. Sehr zu empfehlen.

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Schmidt-Sommer, Irmgard

„Er wird alles fügen …“

Das Lebensopfer von Mirjam Else Michaelis, Josefsschwester von Trier

„Er wird alles fügen …“

„Hier wohnte Schwester Mirjam Michaelis,“ lautet die Inschrift auf einem Stolperstein vor dem St. Josefsstift in Trier. Sie war 1928 in dieses Kloster eingetreten, nachdem sie den Weg vom jüdischen Glauben zur katholischen Kirche gefunden hatte. Für den Messias wollte sie leben und seinen Willen erfüllen. Zusammen mit Edith Stein und anderen jüdischen Kovertiten wurde sie im Dritten Reich ein Opfer der besonders grausamen Judenverfolgung in den Niederlanden. Mit dieser Biografie wird erstmals ihr Leben auf dem zeitgeschichtlichen Hintergrund anhand von bisher unerforschten Archivquellen umfassend dargestellt.

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Bayern, Irmingard von

Jugend-Erinnerungen

1923-1950

Jugend-Erinnerungen

Prinzessin Irmingard von Bayern erzählt von ihrer Jugend in Schlössern und Konzentrationslagern, von der Geburt in Schloss Berchtesgaden als Tochter des Kronprinzen Rupprecht von Bayern und der Prinzessin Antonia von Luxemburg bis zur Heirat in Nymphenburg mit Prinz Ludwig von Bayern. Ein großer Bilderreigen entfaltet sich, der von der bayerischen Heimat bis in die Welt internationaler Politik reicht.

3. verbesserte und erweiterte Auflage.

Es ist ein Buch geworden, wie es sich manche Enkel von ihren Großmüttern wünschen, eines, in dem niedergeschrieben ist, was diese gelegentlich anekdotenhaft von früher erzählen. Doch es fehlt auch nicht an hochherrschaftlichem Flair. (Abendzeitung)  

Prinzessin Irmingard ist eine Künstlerin, ihr Buch ein großartiges Stück Zeitgeschichte. (Kreisbote)

Glanz und Gloria auf der einen, Verzweiflung und Todesangst auf der anderen Seite bestimmten ihre jungen Jahre. … Ihre Schilderungen vom Leben unter dem Nazis-Regime sind ein Stück spannend-bewegender Zeitgeschichte. (Das goldene Blatt) 

Die, auf ihren Tagebuchaufzeichnungen basierenden, “Jugend-Erinnerungen” der Enkelin von König Ludwig III. sind … alles andere als ein pathetisches Sammelwerk. (Landsberger Tagblatt)

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Lutzenberger, Wilhelm

Überleben

Deutschland - Ukraine - Deutschland. 1944-1948

Überleben

Sommer 1944. Deutschland befindet sich im fünften Jahr eines Krieges, dessen Ende absehbar ist. Der junge Flieger Wilhelm Lutzenberger trifft noch seine große Liebe, bevor er „zum Endkampf“ an die Ostfront verlegt wird. Nach unvorstellbar harten Kämpfen gerät er in russische Kriegsgefangenschaft. Sein künstlerisches Talent hilft ihm, zu überleben und in die Heimat zurückzukehren. Seine Erinnerungen lassen die dunklen Jahre Deutschlands lebendig werden.

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