Dissertationen. Kanonistische Reihe

Die „Kanonistische Reihe“ publiziert Masterarbeiten und Dissertationen zu kirchenrechtlichen Themen. Die Schriftleitung liegt bei Prof. Dr. Dr. Elmar Güthoff (LMU München).

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Pereira, Marcos Keel

Das portugiesische Konkordat von 2004 in seinem historischen und verfassungsrechtlichen Kontext

Das portugiesische Konkordat von 2004 in seinem historischen und verfassungsrechtlichen Kontext

Portugal ist eines der Länder der Welt mit den ältesten Beziehungen zum Hl. Stuhl. Bereits zur Zeit des ersten portugiesischen Königs kam es um 1143 zu den Vereinbarungen zwischen Papst und dem neu entstandenen Staat. Andererseits zeigt der Blick in die Gegenwart, dass das portugiesische Konkordat von 2004 einer der letzten staatskirchenrechtlichen Verträge zwischen dem Hl. Stuhl und einem demokratisch verfassten Staat ist, das noch den Namen Konkordat trägt und die klassischen Themen konkordatärer Vereinbarungen behandelt. Die vorliegende Studie analysiert das Konkordat von 2004 und stellt die geltende Rechtslage dar, insbesondere im Hinblick auf die Stellung der katholischen Kirche im Kontext der portugiesischen Rechtsordnung.

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Michl, Andrea

Die Sühnestrafen des kanonischen Rechts

Die Sühnestrafen des kanonischen Rechts

Der Gedanke an Kirchenstrafen löst oft Beunruhigung aus, weil er dem Gebot der Nächstenliebe und Barmherzigkeit zu wiedersprechen scheint. Doch ebenso wie jede verletzte Rechtsordnung und jeder zugefügte Schaden nach Wiedergutmachung verlangt, gilt dies auch für die Kirche, wenn der mystische Leib Christi durch Straftaten geschädigt wird. Sank-tionen mit den Intentionen von Wiedergutmachung, Umkehr, Herstellung der Gerechtigkeit sind keineswegs als Gegensatz zum Evangelium Christi zu verstehen, sondern als Hilfen zu seiner Verwirklichung. Die vorliegende Arbeit widmet sich der Thematik der Sühnestrafen und möchte die spezifischen Charakteristika ihres Wesens, ihrer Intention und ihrer Strafwirkungen im historischen Überblick darstellen.

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Otter, Josef

Die Exkommunikation Martin Luthers aus rechtshistorischer Perspektive

Die Exkommunikation  Martin Luthers aus rechtshistorischer Perspektive

2021 jährt sich zum fünfhundertsten Mal die Exkommunikation Martin Luthers bzw. die Feststellung derselben durch die päpstliche Bannbulle „Decet Romanum Pontificem“ vom 3. Januar 1521. Um die Annäherung zwischen den Konfessionen voranzutreiben, haben ökumenische Gesprächskreise und einzelne Theologen für eine Aufhebung des Lutherbanns plädiert. Bei diesem Anliegen ist nicht belanglos, wie der Strafprozess gegen Luther aus der Perspektive des damaligen Rechts zu bewerten ist. Die vorliegende Arbeit möchte daher den Lutherprozess aus rechtshistorischer Perspektive untersuchen und dabei zu einer differenzierteren Sicht beitragen.

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Komischke, Stephan

Der Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land Brandenburg (2003)

Der Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land Brandenburg (2003)

Am 12. November 2003 haben der Heilige Stuhl und das junge Bundesland Brandenburg einen gemeinsamen Vertrag unterzeichnet, der gemäß seiner Präambel „die Rechtslage der Katholischen Kirche in Brandenburg dauerhaft“ regeln will. Sein Inkrafttreten kann als Schlusspunkt der rechtlichen Neuorganisation der katholischen Kirche und der Neuordnung ihres Verhältnisses zur Staatsgewalt auf dem Gebiet der ehemaligen DDR nach der Deutschen Wiedervereinigung angesehen werden. Die Untersuchung behandelt die staatskirchenrechtliche Ausgangslage sowie die Streitthemen der Verhandlungen. Die Darstellung der einzelnen Vertragsbestimmungen soll die Grundlagen im staatlichen und kirchlichen Recht aufzeigen. Auch die weiteren Verträge des Heiligen Stuhls mit den neuen Bundesländern nach der Wiedervereinigung werden gewürdigt.

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Arakkal, Mons Kurian

Conferences and Synods in the Indian Church

Conferences and Synods in the Indian Church

The present study is aimed at obtaining clarity with regard to the functioning of conferences and synods in the Indian Church. Therefore, it analyses critically different activities of conferences and synods of three sui iuris churches, namely the Latin Church, the Syro-Malabar Church and the Syro-Malankara Church, to answer questions such as: Do they function in accordance with the common law of the Catholic Church? Do they function in accordance with the mind of the legislator? The study also aims to know how these three churches sui iuris function together to contribute for the good of the Church in India, by completely accepting and appreciating their autonomous power and at the same time keeping in mind that all the churches in the Catholic Church have equal rights. The focus of this study is to comprehend the extension of the competence of conferences and synods and their juridical status in the church.

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Kingata, YvesLusilu Bipa, Robert

Au service de la Paix entre les Armes

L’Aumônerie Militaire Catholique en République Démocratique du Congo

Au service de la Paix entre les Armes

La présente monographie est conçue avant tout comme une ébauche d’un manuel de droit canonique qui se consacre à une forme constitutionnelle d’Église particulière, en l’occurrence les Ordinariats aux armées. Les analyses théologiques et juridiques des différentes normes rendent plus compréhensible la situation de la pastorale auprès des militaires au Congo, mais elles offrent plus largement encore une base solide pour une meilleure appréhension de la réalité canonique des Églises particulières.

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Finzel, Helmut

Die Bischofssynode

Zwischen päpstlichem Primat und bischöflicher Kollegialität

Die Bischofssynode

Mit der Einberufung mehrerer Generalversammlungen der Bischofssynode durch Papst Franziskus geriet diese kirchliche Einrichtung in das Blickfeld der innerkirchlichen, aber auch der öffentlichen Aufmerksamkeit. Päpstliche Akzentsetzungen lassen vermuten, dass gerade die Bischofssynode ein wichtiges Instrument einer pastoralen Neuausrichtung des Papstamtes und der zentralen kirchlichen Leitungsstrukturen werden könnte.

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Wodrazka (ed.), Paul Bernhard

Das Verfahren zur Erhebung eines Heiligen zum Kirchenlehrer

Das Verfahren zur Erhebung eines Heiligen zum Kirchenlehrer

In der Katholischen Kirche wurden bisher 35 Heilige zu Lehrern bzw. Lehrerinnen der universalen Kirche erhoben. Die Kirchenlehrerproklamationen von Johannes von Avila und Hildegard von Bingen im Oktober 2012 haben wieder verstärkt die Frage nach sich gezogen, wie ein Heiliger zum Kirchenlehrer erhoben werden kann und welche Bedeutung die Übertragung des Kirchenlehrertitels hat. Die vorliegende Untersuchung beschreibt umfassend das Verfahren und seine Geschichte sowie seine Bedeutung für Theologie und Liturgie.

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025

Bauer, Manfred

Theologische Grundlagen und rechtliche Tragweite der Gleichheit gemäß can. 208 CIC / 1983 bzw. can. 11 CCEO

Theologische Grundlagen und rechtliche Tragweite der Gleichheit gemäß can. 208 CIC / 1983 bzw. can. 11 CCEO

Mit dem vorliegenden Werk wird einleitend den historischen Fragen um die Entstehung des Gleichheitssatzes nachgegangen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Darstellung der Entwicklung im frühen Christentum und dann besonders in der katholischen Kirche und ihrem Recht. Im Mittelpunkt der Arbeit steht eine Kommentierung des c. 208 CIC/1983 und mit ihm des c. 11 CCEO. Ausgehend von der modernen Verfassungsrechtsprechung insbesondere des deutschen Bundesverfassungsgerichts werden Kriterien entwickelt, nach denen Gleichheitsverstöße und ihre eventuelle Rechtfertigung in der katholischen Kirche geprüft und festgestellt werden können. Insbesondere an den immer wieder diskutierten Fragen um die Gleichstellung von Klerikern und Laien sowie von Mann und Frau in der katholischen Kirche wird die Prüfung nach den gefundenen Kriterien auch praktisch durchgeführt.

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Förster, Peter

Transsexualität und ihre Auswirkungen auf die Ehefähigkeit

Eine kanonistische Untersuchung

Transsexualität und ihre Auswirkungen auf die Ehefähigkeit

Die Untersuchung greift das Thema Transsexualität auf, das nicht nur in der Gesellschaft und in den Medien in zunehmendem Maße enttabuisiert und mit wachsendem Interesse wahrgenommen wird, sondern auch im zivilen und kanonischen Recht, insbesondere in der kirchlichen Gerichtspraxis, brisanter wird. In der theologischen und kanonistischen Literatur finden sich nur wenige Abhandlungen zur Transsexualität. Vor allem in der jüngeren Literatur sind keine Werke auszumachen, die auch die derzeitigen humanwissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesem Phänomen behandeln. Der Autor schließt diese Lücke und analysiert zudem die Auswirkungen der Transsexualität auf die kirchliche Ehefähigkeit anhand einschlägiger Rota-Urteile und Urteile von Diözesangerichten aus dem deutschsprachigen Raum.

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