Gregorian Chant

Stingl jun. (ed.), Anton

Tropen zum Alleluia im Graduale Romanum

Tropen zum Alleluia im Graduale Romanum

Nach der frühen Kanonisierung des Choralgesangs wurde das kirchenmusikalische Repertorium vor allem durch Tropen erweitert, textliche Zusätze zu den Gesängen des Propriums und des Ordinariums. Für das Alleluia geschieht dies durch die syllabische Unterlegung, was bereits für das frühe 10. Jahrhundert bezeugt ist. Die vorliegende Ausgabe vereint 117 Prosulæ zu 41 der 158 Alleluia-Verse im Graduale Novum und möchte zu einer Wiederbelebung einer vergessenen Choraltradition beitragen. Mit diesem Band wird die dreibändige Edition der Tropenüberlieferung abgeschlossen.

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Hönerlage, Christoph

Centonisation als Interpretation

Formelfunktionen und Wort-Ton-Verhältnis in den Gradualien des V. Modus

Centonisation als Interpretation

Die 46 Gradualien des V. Modus aus dem fränkisch-karolingischen Kernrepertoire des Gregorianischen Chorals zeigen eine besondere Kompositionstechnik: Sie sind überwiegend aus rhythmisch-melodischen Formeln komponiert. Der Begriff für dieses Kompositionsverfahren lautet „Centonisation“. Bei der Untersuchung der Gradulien blieb bislang ungeklärt, warum und wozu der jeweilige Komponist dieselbe Formel oder Formelkombination für unterschiedliche Texte einsetzte. Daher unternimmt die vorliegende Arbeit den Versuch, die Gradualien als Einheit von Wort und Ton zu analysieren und ebenso als Einheit von Responsum und Vers. Die Erweiterung der Analysemethoden insbesondere durch die patristische Exegese wirft auf das Kompositionsprinzip der Centonisation neues Licht.

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De Lillo (ed.), Alessandro

Supplementum ad Graduale Romanum

Cantus codicum antiquissimorum nondum editos continens

Supplementum ad Graduale Romanum

Das „Graduale Romanum“ ist das wichtigste Choralbuch der katholischen Kirche, das dank Vorarbeitend der Abtei Solesmes 1908 erstmals offiziell erscheinen konnte (Editio Vaticana). Wichtige Choralrestitutionen brachte das 2011 veröffentlichte „Graduale Novum“. Aufgrund liturgischer Reformen sind in diesen Werken eine Vielzahl gregorianischer Melodien entfernt worden, die gleichwohl zum ursprünglichen Bestand des gregorianischen Choralgesangs gehören. Die vorliegende Edition hat 105 Choralgesänge zusammengestellt, die in heutigen Choralbüchern nicht enthalten sind. Die restituierten Versionen kombinieren Quadratnotation mit Neumendarstellung.

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Stingl jun., Anton

Alleluia, dulce carmen

Aspekte des gregorianischen Alleluia

Alleluia, dulce carmen

Der vorliegende Band untersucht die Verwendung des Alleluia-Rufs in der Zeit nach der Konsolidierung des Gregorianischen Chorals um 800. Dabei geht es unter anderem um eine Altersbestimmung der Gesänge, unterschiedliche Methoden der Restitution und Rekonstruktion von Melodien oder um die „Typus-Melodien“. Geschildert wird auch der Weg eines Alleluia-Rufs aus St. Peter im Schwarzwald, der über St. Paul in Kärnten nach Solesmes gelangte.

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Stingl jun. (ed.), Anton

Versus ad communionem

Versus ad communionem

Die liturgische Praxis, zur Communio-Antiphon mehrere Psalmverse zu singen, ist bereits um 930 durch das Versikular des Codex 381 der Stiftsbibliothek St. Gallen belegt. Im 11. Jahrhundert werden an dieser Stelle in aquitanischen Handschriften auch neutestamentliche Verse angeboten. Die vorliegende Ausgabe unternimmt den Versuch, die Vorschläge des Ordo Cantus Missae mit den Handschriften aus dem 10. und 11. Jahrhundert in Einklang zu bringen. Das einheitliche Schriftbild der restituierten Verse mit Hilfe von Quadratnotation und teilweiser Neumierung soll eine einheitliche Aufführungspraxis bewirken und ist damit eine notwendige Ergänzung zum Graduale Novum.

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Stiftsbibliothek St. Gallen

Notker Balbulus: Sequenzen

Ausgabe für die Praxis

Notker Balbulus: Sequenzen

Die Sequenzen des St. Galler Mönchs und Dichters Notker Balbulus (gest. 912) gehören zu den Schätzen des Mittelalters. Er erweiterte die Messliturgie mit melodischen Dichtungen, den Sequenzen, die zwischen dem Alleluja und der Lesung des Evangeliums gesungen wurden. Diese Ausgabe für die Praxis vereint zwanzig der schönsten Sequenzen Notkers, eingerichtet und kommentiert von Prof. Dr. Stefan Morent (Tübingen).

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Schuler, Christian (ed.)Putz, Severin (ed.)Baumhof, Gregor (ed.)

Cantare amantis est

10 Jahre Haus für Gregorianik

Cantare amantis est
Seit 1996 vermittelt das Münchner „Haus für Gregorianik“ Gesangspraxis, Spiritualität und Begeisterung für den Gregorianischen Choral. Über zehn Jahre hinweg ist ein großes Netzwerk von Sängern, Freunden und Förderern des Instituts entstanden, die hinter dem Anliegen stehen, dem Gregorianischen Choral in der heutigen Zeit Ohr, Mund, Herz und Hand zu leihen. Der Wort des hl. Augustinus „Cantare amantis est“ (Es ziemt sich für den Liebenden zu singen) drückt aus, dass das Singen des Chorals eine tiefe Sehnsucht stillen und zum inneren Gebet führen kann.
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Dostal (ed.), ChristianGöschl (ed.), Johannes BerchmansPouderoijen (ed.), CorneliusPrassl (ed.), Franz KarlRumphorst (ed.), HeinrichZippe (ed.), Stephan

Graduale novum de dominicis et festis

Tomus I: De Dominicis et Festis

Graduale novum de dominicis et festis

ConBrio Verlagsgesellschaft mbH, Regensburg in Kooperation mit der Libreria Editrice Vaticana

„Vorschläge zur Restitution von Melodien des Graduale Romanum“: Unter diesem Titel wurden seit 1996 in der Zeitschrift „Beiträge zur Gregorianik“ die Melodien der Sonn- und Feiertage in Form einer „kritischeren Ausgabe“ (SC 117) auf der Basis der ältesten (adiastematischen) Handschriften herausgegeben. Anlässlich des 50. Bandes erschien nun in der ConBrio Verlagsgesellschaft in Kooperation mit der Libreria Editrice Vaticana eine praktische Gesamtausgabe dieser Restitutionsvorschläge.

Im „Graduale Novum de Dominicis et Festis“ sind die Revisionen direkt in die Quadratnotation eingearbeitet. Über bzw. unter der Notenzeile sind die Neumen in Metzer und St. Galler Notation hinzugefügt.

Das Graduale enthält die Messgesänge für die Sonn- und Feiertage gemäß der Ordnung des Graduale Romanum bzw. des Ordo Cantus Missae. Es dient gleichermaßen der heutigen liturgischen Praxis wie der Wissenschaft.

Eine CD-Reihe zum neuen Graduale wird nach und nach im EOS Klosterverlag St. Ottilien erscheinen.

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