Modern History

02

Littger (ed.), Klaus Walter

Hexenverfolgung im Bistum Eichstätt

Symposium des Eichstätter Diözesangeschichtsvereins am 12./13. Oktober 2018 in Eichstätt

Hexenverfolgung im Bistum Eichstätt

Der Tagungsband gibt einen ersten Überblick über den unterschiedlichen Umgang mit dem Vorwurf der Hexerei in Territorien des Bistums Eichstätt, das in seiner konfessionellen und territorialen Vielfalt im Kleinen die weltliche und die konfessionelle Zersplitterung Frankens ebenso wie die des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation insgesamt spiegelte. Im weltlichen Herrschaftsgebiet des Fürstbischofs, dem Hochstift, nahmen Hexenverfolgungen zeitweilig geradezu exzessive Formen an. Für das Bistum insgesamt, zu dem neben dem Hochstift u.a. Gebiete des katholischen Herzogtums/Kurfürstentums Bayern und der Deutschordensballei Franken, die lutherische Reichsstadt Weißenburg und Teile der Markgrafschaft Ansbach, auch kleine Teile der Grafschaften Öttingen gehörten, zeichnet sich ein differenzierteres Bild ab. 

Mit Beiträgen von Wolfgang Behringer, Robert Meier, Erich Naab, Reiner Kammerl, Jürgen Bärsch, Johannes Dillinger, Klaus Kreitmeir, Edmund Hausfelder, Traudl Kleefeld, Hermann Seis, Oskar Geidner, Alexandra Haas.

detail
Freller, Thomas

Sultanssohn – Dominikaner – Märtyrer

Das rätselhafte Leben des Padre Ottomano

Sultanssohn – Dominikaner – Märtyrer

Der „Padre Ottomano“ gehört zu den rätselhaftesten Gestalten des 17. Jahrhunderts. Der junge Osman wurde bei einem Kaperzug der Malteserritter im Mittelmeer als angeblicher Sohn des türkischen Sultans Ibrahim I. gefangen genommen. Er wuchs anschließend in Malta auf, wo er zum Christentum konvertierte und in den Dominikanerorden eintrat. Im Zuge der Türkenkriege avancierte er zu einer politischen Gestalt auf der europäischen Bühne, besuchte die europäischen Fürstenhöfe und lebte im Paris Ludwigs XIV. Im venezianisch-osmanischen Krieg und anschließend in Griechenland und auf dem Balkan versuchte er vergeblich, als „Gegen-Sultan“, die Bevölkerung zum Aufstand gegen Konstantinopel zu bewegen. In dieser Biographie wird das bewegte Leben des berühmten Konvertiten auf der Grundlage zahlreicher Quellen dokumentiert.

detail

54

Pfaffel (ed.), Wilhelm

Das „Fontilegium sacrum“ des Prüfeninger Mönchs Melchior Weixer (1627)

Text, Übersetzung und Kommentar

Das „Fontilegium sacrum“ des Prüfeninger Mönchs Melchior Weixer (1627)

Die Oberpfälzer Abtei Prüfening spielt eine bedeutende Rolle in der Stadtgeschichte Regensburgs und der bayerischen Kultur- und Kirchengeschichte. Ihre wechselvolle Entwicklung beschreibt aus der Innensicht und mit vielen Quellen angereichert die Klosterchronik „Fontilegium sacrum“ des Benediktinermönches Melchior Weixer, die 1627 veröffentlicht wurde. Sie zählt zu den wichtigsten Quellenwerken zur Geschichte von Kloster Prüfening. In dieser Neuedition wird der lateinische Originaltext durch eine deutsche Übersetzung ergänzt und der Inhalt durch eine Kommentierung erschlossen.

detail

03

Deutsch (ed.), AndreasHirte (ed.), Markus

„Hund und Katz – Wolf und Spatz“

Tiere in der Rechtsgeschichte

„Hund und Katz – Wolf und Spatz“

Industrielle Massentierhaltung gab es weder in Mittelalter noch Früher Neuzeit. Also tatsächlich eine „gute alte Zeit“ für das Tier? Wie entwickelte sich das Verhältnis von Mensch und Tier? Welcher Platz wurde den Vierbeinern im Recht zugewiesen? Die große Jubiläumsausstellung des Mittelalterlichen Kriminalmuseums widmet sich der Rechtsgeschichte des Tieres. Der reich bebilderte Begleitband zur Ausstellung präsentiert über 100 eindrucksvolle Exponate.

detail
Freller, Thomas

Großmeister – Fürst – Exilant

Ferdinand von Hompesch – eine politische Biographie

Großmeister – Fürst – Exilant

Ferdinand von Hompesch (1744–1805), der einem rheinischen Adelsgeschlecht entstammte, war bisher der einzige deutsche Großmeister des Johanniter-/Malteserordens. Seine Großmeisterschaft stand am Ende der nahezu siebenhundertjährigen Geschichte des Ordens als eigenständige Militär- und territoriale Staatsmacht. Als einundsiebzigster und letzter Großmeister auf Malta ist Hompesch gleichsam das Scharnier zwischen der „alten“ und der nach seiner Abdankung eingeleiteten „neuen“ Ordenszeit, die sich primär auf caritative Ziele konzentrieren sollte. Die vorliegende Biographie will diese Gelenkstelle der Ordensgeschichte vor dem Hintergrund der politischen und kulturellen Verwerfungen und Umbrüche der Napoleonischen Epoche aufarbeiten und dabei zu einem ausgewogeneren Bild des glücklosen Kirchenfürsten gelangen.

detail

08

Jaspert, Bernd

Mönchtum und Kirchengeschichte

Gesammelte Aufsätze

Mönchtum und Kirchengeschichte

Die Kirchengeschichte zählt zu den wenigen theologischen Disziplinen, die allgemein akzeptiert werden. Sie erforscht die Vergangenheit der christlichen Religion, aber auch die Gegenwart und Zukunft, da sie Stärken und Schwächen nachweist. Das christliche Mönchtum hat einiges mit der Kirchengeschichte gemeinsam, vor allem den immer wiederkehrenden Verweis auf Jesus Christus als jenen, der die menschlichen Probleme lösen kann. Das wird im Einzelnen in diesem Buch untersucht.

detail

02

Wüst, Wolfgang

Franken und Schwaben in Bayern – Integrationsprobleme und der Traum vom Zentralstaat

Studien zum 19. und 20. Jahrhundert

Franken und Schwaben in Bayern – Integrationsprobleme und der Traum vom Zentralstaat

Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts bayerisches Militär und die Zivilverwaltung die Inbesitznahme ehemaliger Reichsgebiete vornahm, jubelte die Bevölkerung keineswegs überall. Die Integration in den neuen zentralistischen bayerischen Staat war keine Momentaufnahme, sondern langfristig angelegt und ging von regional sehr unterschiedlichen Bedingungen aus. In einem weiten Bogen von der napoleonischen Neugestaltung der europäischen Landkarte bis hin zur Aufnahme von Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg greift der hier vorgelegte Überblick Integrationsprobleme im Königreich und Freistaat Bayern auf.

detail
Sohn-Kronthaler (ed.), MichaelaVerger (ed.), Jacques

Europa und Memoria / Europe et Mémoire

Festschrift für Andreas Sohn zum 60. Geburtstag

Europa und Memoria / Europe et Mémoire

Anlässlich des 60. Geburtstages von Andreas Sohn, der als Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Paris XIII – Sorbonne Paris Cité lehrt und forscht, erscheint diese Festschrift. Damit sollen Person und Werk des in Wissenschaft und Kultur international angesehenen Historikers von Kollegen und Freunden, die in mehreren europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, der Schweiz, Ungarn und dem Vatikanstaat) und den USA tätig sind, geehrt werden. Der für die Festschrift gewählte Titel nimmt Bezug auf die periodenübergreifenden Forschungen von Andreas Sohn zur Kirchen-, Ordens-, Sozial-, Stadt- und Universitätsgeschichte sowie zum Kulturerbe Europas, insbesondere Deutschlands, Frankreichs und Italiens.

detail

01

Wüst, Wolfgang

Der fränkische Reichskreis – ein europäisches Regionenmodell?

hrsg. von der Fränkischen Arbeitsgemeinschaft e.V.

Der fränkische Reichskreis – ein europäisches Regionenmodell?

Der fränkische Reichskreis bestand von 1500 bis 1806. Manche seiner Strukturen nehmen heute selbstverständliche parlamentarische Formen vorweg, beispielsweise die „Konvente“ als gemeinsame Sitzung aller fränkischen Stände. Der Beitrag weist darauf hin, dass die Kreisverfassung des Alten Reiches ein interessantes Modell für ein föderal aufgebautes Europa sein kann. Föderalismus und eigenständige Regionen sind durchaus geeignet, friedensstiftend zu wirken.

detail
Wüst, Wolfgang

Die „gute“ Policey

Gesellschaftsideale der Frühmoderne? Eine süddeutsche Bilanz

Die „gute“ Policey
Cover-Download

Im Zeitraum von 2001 bis 2018 sind am Erlanger Lehrstuhl für Landesgeschichte acht umfangreiche, international rezensierte Quellen- und Editionsbände zur „guten“ Policey entstanden. 391 Ordnungen wurden analysiert. Die Bände fokussierten die Normenentwicklung der Frühmoderne – gelegentlich ins 15. und 19. Jahrhundert ausgreifend – exemplarisch in den 1500/12 entstandenen drei süddeutschen Reichskreisen Bayern (Bd. III), Franken (Bd. II) und Schwaben (Bd. I). Anschließend folgten Editionen zur lokalen Policey mit meist mittel- und oberfränkischen Dorfordnungen/Weistümern (Bd. IV), zu den Markgraftümern Ansbach und Kulmbach-Bayreuth (Bd. V), zu den drei Hochstiften in Bamberg, Eichstätt und Würzburg (Bd. VI), zu fünf nordbayerischen Reichsstädten (Bd. VII) sowie zur Kultur fränkischer Reichsritter, Grafen- und Fürstenhäuser (Bd. VIII). Dieser abschließende Band gibt einen Überblick über die Texteditionen und zieht Bilanz.

Buchpräsentation: Rothenburg ob der Tauber, Johanniterscheune des Mittelalterlichen Kriminalmuseums, Samstag, 21. September 2019, 18.00 Uhr

detail