History

Birgitta von Schweden

Werke

Werke

Die „Offenbarungen“ („Revelaciones“) der schwedischen Fürstin und achtfachen Mutter Birgitta Birgersdotter (1303-1373) haben die Glaubenswelt des Mittelalters tief beeinflusst. Nach ihrem Umzug nach Rom wurde sie zur gefragten geistlichen Ratgeberin, deren Aufrufe zu Buße und Umkehr weithin gehört wurden. Zusammen mit ihrer gleichfalls heilig gesprochenen Tochter Katherina von Vadstena begründete sie den Orden der Birgittinnen, der dem Prinzip der Doppelklöster folgt (Männer- und Frauengemeinschaft nebeneinander). Im Jahre 1999 wurde sie von Papst Johannes Paul II. zu einer Patronin Europas erhoben. Die vorliegende Neuübersetzung der „Offenbarungen“ von Sr. Apollonia Buchinger OSsS enthält noch kleinere Werke der schwedischen Heiligen, unter anderem die Ordensregel der Birgitten („Regel vom hl. Erlöser“). Mit einer Einführung von Wilhelm Liebhart.

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Klugseder (ed.), Robert

Beiträge zur mittelalterlichen Geschichte des Klosters Aldersbach

Bericht zur interdisziplinären Tagung „Mittelalterliche Geschichte des Klosters Aldersbach“ am 1. und 2. Oktober 2020

Beiträge zur mittelalterlichen  Geschichte des Klosters Aldersbach

Das niederbayerische Kloster Aldersbach wurde um das Jahr 1120 von Augustinerchorherren gegründet. Nachdem Zisterziensermönche im Jahr 1146 das Kloster übernommen hatten, wirkten sie über 650 Jahre erfolgreich im unteren Vilstal. In Aldersbach wurde über Jahrhunderte hinweg nicht nur das Opus dei gefeiert, sondern im Besonderen auch die Wissenschaften und die Künste gepflegt. Zudem war das Kloster ein bedeutender Wirtschaftsbetrieb (Land-, Forst- und Weinwirtschaft sowie Brautätigkeit). Der vorliegende Band sichtet die vorhandenen Quellen neu und präsentiert in methodisch und inhaltlich unterschiedlichen Zugängen den Forschungsstand zur Klostergeschichte.

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Schmid, Alois

Benedikt Stattler

Philosoph und Theologe – der kantige Einzelgänger

Benedikt Stattler

Der jesuitisch geprägte Philosoph und Theologe Benedikt Stattler (1728–1797), der bedeutendste Sohn der Stadt Bad Kötzting, gehört zu den Akteuren der Aufklärung im Deutschland des 18. Jahrhunderts auf einer zweiten Ebene. Die Urteile über seine Persönlichkeit und das Lebenswerk gehen bis in die Gegenwart weit auseinander. Seine Rolle als Hauptgegner Immanuel Kants ist lange noch nicht hinreichend geklärt. Zur sachgerechten Würdigung werden zum ersten Mal die einschlägigen Quellenmaterialen umfassend zusammengetragen und vorurteilslos ausgewertet. In landesgeschichtlicher Ausrichtung wird seine Einbindung in den Kulturdiskurs der Epoche mit einem besonderen Blick auf die Rezeptionsgeschichte beleuchtet. Sein entschlossener Kampf gegen alle revolutionären Bestrebungen weist ihn als Idealisten und Pazifisten aus, der Deutschland die Wirren des Nachbarlandes Frankreich ersparen wollte. Das Buch stellt einen vom Konservativismus bestimmten kämpferischen Einzelgänger in revolutionärer Umbruchszeit vor.

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Machek (ed.), Christian

Die Zukunft der Religion in säkularen Gesellschaften

The Future of Religion in Secular Societies

Die Zukunft der Religion in säkularen Gesellschaften

Die Religionen werden durch das Phänomen des Säkularismus und somit auch einer Profanisierung, insbesondere in der westlichen Welt, zunehmend herausgefordert. Sie laufen sogar Gefahr, verdrängt zu werden. Wie werden Menschen in Zukunft auf die Offenbarung Gottes und seinem Ruf antworten? Werden Individualismus sowie Materialismus zunehmen oder Menschen in anderen Formen spirituell bleiben? Wie kann oder sollte etwa die gesellschaftliche und somit auch politische Rolle der Religionsgemeinschaften aussehen? Können die Religionen in Zukunft gemeinsam ihre Stimme erheben, um menschliche Werte zu bewahren? Doch was ist das Phänomen der Religion oder des Heiligen überhaupt? Diesen und ähnlichen Fragen widmete sich aus verschiedenen Fachrichtungen eine Tagung in Tagung in Sankt Ottilien. Deren Ergebnisse liegen in diesem Sammelband vor, der aus religiöser Perspektive Antworten auf die immer aktuellen und essenziellen Fragen des Menschseins aufzeigen möchte.

Mit Beiträgen von Harald Bergbauer, Dušan Dostanić, David Engels, Daniel Führung, Taher Amini Golestani, Stefan Lakonig, Christian Machek, Corinna Mühlstedt, Katarzyna Parzych-Blakiewicz, Harald Seibert, Mohammed Ali Shomali, Heinz Theißen, Anna Varga-Jani,  Edmund Waldstein, Yannic Weber, Michael Wladika, Notker Wolf, Simon Wunder

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Berkmann (ed.), Burkhard JosefGüthoff (ed.), ElmarKingata (ed.), YvesWollbold (ed.), Andreas

„Miscens temporibus tempora“

Gedenkschrift für P. Stephan Haering OSB (1959–2020)

„Miscens temporibus tempora“

Mit dem vorliegenden Band soll das Wirken und Leben eines klarsichtigen Mönchs und Kirchenrechtlers sowie eines scharfblickenden Beobachters der gegenwärtigen Situation in seiner ganzen Bandbreite dokumentiert werden. Diese Gedenkschrift beinhaltet unter anderem das vollständige Schriftenverzeichnis von P. Prof. Dr. Dr. Stephan Haering OSB und erinnert damit an den kritischen Geist des Verstorbenen, lädt aber auch zur weiteren Auseinandersetzung mit den angeschnittenen Fragestellungen ein. Ohne in einen Dialog mit den Forschungsthemen Haerings treten zu wollen, stellen die Autoren des Bandes ein reich begabtes und fruchtbares Menschenleben vor, das sich von seiner Alma Mater Metten über seine Studienorte und Wirkungsstätten sowie verschiedene Gremien erstreckt.

Mit Beiträgen von Burkhard Josef Berkmann, Thomas Franz, Elmar Güthoff, Wolfgang M. Hagl OSB, Heribert Hallermann, Winfried Haunerland, Johann Hirnsperger, Yves Kingata, Andreas Kowatsch, Stefan Mückl, Ferdinand Josef Müller, Christoph Ohly, Helmuth Pree, Martin Rehak, Cyrill Schäfer OSB, Carmen Tatschmurat OSB, Andreas Wollbold

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Neresheim (ed.), Stadt

Härtsfeld und Ries

Herrschaftliche, kulturelle und ökonomische Aspekte einer schwäbischen Nachbarschaft

Härtsfeld und Ries

Die beiden benachbarten Landschaften Härtsfeld und Ries sind schon immer auf vielfältige Art und Weise miteinander verbunden gewesen. Als Mitte des 13. Jahrhunderts die Grafen von Dillingen, bis dahin über ihr Hauskloster Neresheim auf dem Härtsfeld reich begütert, ausstarben, kam die Vogtei der Benediktinerabtei an das Haus Oettingen. Es entstanden dadurch noch engere Beziehungen, die durch die Umlandpolitik der Reichsstadt Nördlingen seit dem 14. Jahrhundert weiter verdichtet wurden. Das am Neresheimer Rathaus angebrachte Wappen der Grafen von Oettingen, zugleich das Neresheimer Stadtwappen, bringt die engen Verbindungen zwischen den beiden Landschaften bis auf den heutigen Tag sichtbar zum Ausdruck. Der Tagungsband rückt die vielfältigen herrschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Verflechtungen in den Fokus und will neue Forschungs-impulse generieren.

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Rivinius, Karl Josef

„Wir sind Weiße und wollen Weiße bleiben“

Rassismus in Deutsch-Südwestafrika

„Wir sind Weiße und wollen Weiße bleiben“

Im April 1883 erwarb der Bremer Kaufmann Franz Adolf Lüderitz in Südwestafrika ein Gebiet von rund 1400 Quadratmeilen von einem einheimischen Häuptling. Ein Jahr später erklärte Bismarck die Schutzhoheit des Deutschen Reiches über die von Lüderitz erworbenen Gebiete, die beständig erweitert und zu „Deutsch-Südwest-Afrika“ deklariert wurden. Zunehmende Konflikte zwischen deutschen Siedlern und der einheimischen Bevölkerung führten zu einem Aufstand im Jahr 1904, dessen brutale Niederschlagung die Stämme der Herero und Nama zum großen Teil auslöschte. Die hier vorgelegte Dokumentation verfolgt die Geschichte des Rassismus in Deutsch-Südwestafrika, der besonders am Beispiel der „Mischehengesetze“ nachgezeichnet wird.

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Evers, Georg

Unterwegs zwischen Ländern, Kulturen und Religionen

Erinnerungen

Unterwegs zwischen Ländern, Kulturen und Religionen

Der Theologe und Asienspezialist Georg Evers blickt zurück auf prägende Lebenserfahrungen: die Kindheit am Niederrhein, der Eintritt in den Jesuitenorden und die Begegnung mit der japanischen Kultur, die Promotion in Theologie, die Tätigkeit als Referent für Erwachsenenbildung in Bendorf (1973-1979), als Asienreferent im Missionswissenschaftlichen Institut Missio in Aachen (1979-2001), auf Reisen und Lehrtätigkeit. Die Erinnerungen geben über das persönliche Lebensschicksal hinaus Einblicke in kirchliche und theologische Entwicklungen der Weltkirche und insbesondere der asiatischen Kirchen.

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Hammond, John

Endstation Frieden

Die bewegende Lebensreise des Abtes Leo von Rudloff (1902–1982)

Endstation Frieden

Leo von Rudloff (1902–1982) begann seine bewegte Lebensreise in der norddeutschen Stadt Düren. Mit 18 Jahren trat er in die Abtei Gerleve ein und wirkte zunächst vor allem bei der theologischen Ausbildung mit. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte er unter schwierigsten Umständen, für die deutsche Dormitio Abtei (Jerusalem) im israelischen Staat einen Neuanfang zu finden. Dafür gründete er 1953 das Kloster Weston Priory in den USA, wo er seit 1968 ständig lebte. In seinem geistlichen Wirken war er tief von den Aufbrüchen des Zweiten Vatikanischen Konzils und dem Bemühen um Aussöhnung mit dem Judentum geprägt. Sein bewegender Lebensweg verkörpert eindringlich die Umbruchszeit für die Welt der Kirche und Klöster in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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Lippert, Stefan

Audomar Scheuermann – Leben, Werk und Wirkungsgeschichte

Annäherung an einen bedeutenden Kanonisten des 20. Jahrhunderts und Professor der ersten Stunde am heutigen Klaus-Mörsdorf-Studium für Kanonistik

Audomar Scheuermann –  Leben, Werk und  Wirkungsgeschichte

Der Kanonist Audomar Scheuermann (1908-2000) hat als Professor für kanonisches Straf- und Prozessrecht an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität die kirchenrechtliche Lehre stark geprägt. Dabei nahm er auch Einfluss auf die Rechtsentwicklung, die im 20. Jahrhundert aufgrund der Promulgation von CIC/1917 und CIC/1983 sowie zahlreicher Motu Proprio starken Veränderungen unterworfen war. Diese Studie möchte erstmals einen umfassenden Überblick über Leben, Lehre und Wirkung dieses bedeutenden Rechtsgelehrten vermitteln.

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