Centonisation als Interpretation

Formelfunktionen und Wort-Ton-Verhältnis in den Gradualien des V. Modus

Centonisation als Interpretation

Die 46 Gradualien des V. Modus aus dem fränkisch-karolingischen Kernrepertoire des Gregorianischen Chorals zeigen eine besondere Kompositionstechnik: Sie sind überwiegend aus rhythmisch-melodischen Formeln komponiert. Der Begriff für dieses Kompositionsverfahren lautet „Centonisation“. Bei der Untersuchung der Gradulien blieb bislang ungeklärt, warum und wozu der jeweilige Komponist dieselbe Formel oder Formelkombination für unterschiedliche Texte einsetzte. Daher unternimmt die vorliegende Arbeit den Versuch, die Gradualien als Einheit von Wort und Ton zu analysieren und ebenso als Einheit von Responsum und Vers. Die Erweiterung der Analysemethoden insbesondere durch die patristische Exegese wirft auf das Kompositionsprinzip der Centonisation neues Licht.

AUTOR
Christoph Hönerlage
ERSCHEINUNGSJAHR
2020
SEITEN
786
FORMAT
17 x 24 cm
AUSSTATTUNG
Softcover
ISBN
978-3-8306-8037-6
PREIS
69,95 EUR

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