Neuheiten

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Czopf, Tamás

Neues Volk Gottes?

Zur Geschichte und Problematik eines Begriffs

Neues Volk Gottes?

Der Begriff „Neues Volk Gottes“ wird in theologischen Texten gerne unhinterfragt verwendet: Er scheint einleuchtend zugleich die kirchliche Verbindung zum Volk Israel und die Proklamation eines neuen Bundes zu vermitteln. Bei genauerer Betrachtung wirft dieser Begriff jedoch schwerwiegende Fragen auf: Gegenüber wem ist die Kirche als Gottesvolk neu und seit wann? Wer ist mit „Altem Volk“ gemeint und wie ist das zu verstehen? Was ist mit „Volk“ gemeint und was nicht? Die Habilitionsschrift untersucht anhand eines problematischen Begriffes das Verhältnis zwischen „Altem“ und „Neuen“ Testament, Judentum und Christentum, Synagoge und Ecclesia.

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Engelbert (ed.), Pius

Der Codex Regularum des Benedikt von Aniane

Faksimile der Handschrift Clm 28118 der Bayerischen Staatsbibliothek München

Der Codex Regularum des Benedikt von Aniane

Der Codex Regularum Clm 28118 der Münchner Staatsbibliothek aus dem frühen 9. Jahrhundert enthält 27 spätantike Klosterregeln nebst anderen monastischen Texten, die von der Benediktusregel eingeleitet werden. Er lässt sich auf das Wirken des westgotischen Abtes Benedikt von Aniane (750/51-821) zurückführen, der unter Karl dem Großen und Ludwig dem Frommen Hauptvertreter der karolingischen Klosterreform war. Die Regelsammlung  sicherte die Kenntnis und das Weiterleben vor- und nicht-benedikinischer Klostertraditionen, nachdem die Synoden von Aachen (816 bis 819) die Regula Benedicti zur allein gültigen Norm für alle Mönchsklöster erklärt hatten. Das vorliegende Faksimile präsentiert erstmals eine vollständige fotografische Wiedergabe des Codex Regularum. Ein umfangreicher Kommentar deutet den Text im Zusammenhang der literarischen Tradition monastischer Gesetzestexte.

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Robin, Marthe

Tagebuch

Dezember 1929 – November 1932

Tagebuch

Marthe Robin ist eine der bedeutendsten geistlichen Gestalten des 20. Jahrhunderts in Frankreich. Durch die Veröffentlichung ihres „Tagebuchs“ in seiner Gesamtheit wird nun zum ersten Mal ihr innerer Werdegang enthüllt. Diese Texte, die zwischen 1929 und 1932 auf Bitten des Pfarrers von Châteauneuf-de-Galaure niedergeschrieben wurden, offenbaren die Tiefe des Glaubens einer jungen Frau, die nach dem Sinn ihres Lebens sucht, und zeigen die Intensität ihrer Gottesbeziehung. Marthe ist damals 30 Jahre alt. Mehr als zehn Jahre hat sie schon gegen die Krankheit gekämpft. Mitten im Leiden verklärt die Liebe, die ihr zuteilwird, ihr Leben. Das Vertrauen, die Freude und die Hoffnung, welche diese Zeilen durchziehen, eröffnen für alle einen Weg des Lichts angesichts der Prüfung …

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070

Kapfelsperger, Toni

Staatsleistungen an die Katholische Kirche in Bayern

Grundlagen, Entwicklungen seit 1919 und mögliche Ablösung

Staatsleistungen an die Katholische Kirche in Bayern

Die Studie untersucht die Ablösung bestehender Staatsleistungen an die Katholische Kirche in Bayern nach dem in Deutschland geltenden Verfassungsrecht. Dazu wird der geschichtliche Hintergrund, der zu Staatsleistungen an die Kirche in Bayern geführt hat, aufgezeigt. Behandelt wird auch die Legitimität der Staatsleistungen nach kirchlichem Recht und insbesondere deren Verhältnis zu den in der Pastoralkonstitution Gaudium et Spes enthaltenen Aussagen. In eigenen Teilen werden die Staatsdotationen beleuchtet, also die Entwicklung der Bezüge der Erzbischöfe, Bischöfe und Mitglieder der Domkapitel, die Ergänzung des Seelsorgereinkommens und die Baulastverpflichtungen des bayerischen Staates.

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Rötting (ed.), MartinSinn (ed.), SimoneInan (ed.), Aykan

Praxisbuch interreligiöser Dialog

Begegnungen initiieren und begleiten

Praxisbuch interreligiöser Dialog

Interreligiöser Dialog begann mit mutigen Pionieren und ist inzwischen ein Kommunikationsraum, indem viele Menschen unterwegs sind. In Kindergärten, Gemeinden und Schulen, am Arbeitsplatz und in der Arbeit mit Flüchtlingen spielt interreligiöse Begegnung eine alltäglich bedeutsame Rolle. Es entwickelt sich dabei ein offenes Verständnis von Dialog, bei dem Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichen Biografien ins Gespräch kommen. In 37 Beiträgen werden Grundlagen, Methoden, gelungene Umsetzungen und die Moderation von Dialogbegegnungen beschrieben. Unter Mitarbeit von Peter Antes, Monika Arnold, Notburga Baumann, Sigrid Baumer-Schnittke, Friedrich Bernack, Hanna A. Bludau, Angelika Bock, Michael von Brück, Kim Burger, Willi Dräxler, Sabine Exner, André Gerth, Josef Götz OSB, Sigrun Hechtl, Christian Hackbarth-Johnson, Marianne Jacob, Anne Koch, Muhammet Tacettin Kutay, Karl-Josef Kuschel, Rainer Oechslen, Michael Petery, Nabiha Poller, Andreas Renz, Orinta Z. Rötting, Martin Rupprecht, Joachim Schnittke, Margaret Spohn, Birgitta Sutor, Stefan Jakob Wimmer.

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02

Weiß, Dieter J. (ed.)Becker, Rainald (ed.)

Bayerische Römer – römische Bayern

Lebensgeschichten aus Vor- und Frühmoderne

Bayerische Römer – römische Bayern

Vor nunmehr 1300 Jahren pilgerte Herzog Theodo von Bayern als erster seines Stammes nach Rom, wie wir aus dem Liber pontificalis erfahren. Auch nach ihm fanden zahlreiche Bayern den Weg nach Rom, Missionare, selbst künftige Päpste, Bischöfe und Kleriker, Könige und Fürsten, Gelehrte und Humanisten, Künstler, Maler und Musiker, Kaufleute und Handwerker, Studenten und viele andere mehr. Der hier vorgelegte Band fragt nach dem Lebensschicksal ausgewählter Persönlichkeiten aus dem bayerischen, fränkischen und schwäbischen Raum, die mit Rom in Berührung kamen. Dabei wird dem Einfluss Roms nachgegangen, aber auch den Spuren, die Bayern in Rom hinterlassen haben, sowie den Rückwirkungen dieser Begegnungen auf den bayerischen Raum.

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Kaufmann (ed.), Michael

Chronik der Abtei Metten 766–2016

Chronik der Abtei Metten 766–2016

Die 1250 Jahre umfassende Chronik von Metten möchte ein Gesamtbild über die vielfältigen Entwicklungen verschaffen, die das niederbayerische Kloster seit der Gründung im 8. Jahrhundert durchlaufen hat. Der Weg führte vom Rodungskloster zur Kommende, dann wieder zur Erneuerung des benediktinischen Lebens. Neue Aufgaben wuchsen in Seelsorge, Kunst und Wissenschaft hinzu. Besitztümer kamen und gingen, wurden geschenkt und wieder genommen. Politische, wirtschaftliche und kirchliche Entwicklungen wirkten sich beständig aus, kaum ein Jahrhundert konnte den Frieden genießen. Der Überlebenskampf schien verloren, als im Zuge der Säkularisation nicht nur ein Ende des klösterlichen Lebens, sondern die Zerschlagung des Klosterbesitzes verordnet wurde. Das kleine Metten erhielt dennoch die Gelegenheit, wieder von vorne anzufangen, und sich in Schule, Seelsorge, Wissenschaft und Handwerk zu entfalten. Als roter Faden der langen Geschichte ist wohl der Klosterpatron St. Michael zu betrachten, der als einziges Element seit der Gründung bis heute dem Kloster erhalten blieb.

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Rothe, Wolfgang F.

Wasser des Lebens

Einführung in die Spiritualität des Whiskys

Wasser des Lebens

Whisky wird von alters her als „Wasser des Lebens“ bezeichnet – ein Begriff, der ursprünglich aus der Bibel stammt. Tatsächlich ist Whisky mehr als nur ein Getränk oder Genussmittel: Mit Bedacht und in Maßen genossen ist er beinahe so etwas wie eine flüssige Predigt, da er die Fülle und Vielfalt der Schöpfung ebenso wie die Zuwendung des Schöpfers zum Menschen mit allen Sinnen erfahrbar zu machen vermag. „Whisky-Vikar“ Wolfgang F. Rothe schlägt in diesem Buch den Bogen von den Ursprüngen des Whiskys im iro-schottischen Mönchtum über dessen Herstellung, Auswahl und Verkostung bis hin zu einer ebenso sinnenfreudigen wie lebensbejahenden christlichen Alltagsspiritualität.

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Diem (ed.), AlbrechtMeer (ed.), Matthieu van der

Columbanische Klosterregeln

Regula cuiusdam patris, Regula cuiusdam ad virgines, Regelfragment De accedendo

Columbanische Klosterregeln

Viele Klöster der Columbanischen oder Iro-Fränkischen Klosterbewegung, die in der ersten Hälfte des siebten Jahrhunderts das Fränkische Reich erfasste, überdauerten mehr als tausend Jahre und wurden erst während der Französischen Revolution aufgelöst. Darüber hinaus waren die monastischen Lebensentwürfe, die sich aus dem Erbe Columbans heraus entwickelten, vermutlich nicht weniger prägend für klösterliche Lebensgewohnheiten wie die Benediktsregel. Die hier zum ersten Mal ins Deutsche übertragenen Klosterregeln bilden gemeinsam mit den Schriften und der Vita des Columban eine wesentliche Quelle zu den Anfängen des Columbanischen Klosterwesens und zu den Debatten, die sich in seinem Rahmen abgespielt haben.

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Losinger, Anton

Orientierungspunkt Mensch

Der anthropologische Ansatz in der Theologie Karl Rahners

Orientierungspunkt Mensch

Karl Rahners theologisches Werk gehört zu den beeindruckendsten theologischen Entwürfen des 20. Jahrhunderts. Getrieben von der „Sorge um den Menschen“ siedelte er alles theologische Fragen und Denken beim Menschen an, um von der Gnadenlehre bis zur Trinität, von der Christologie bis zur Lehre über die Kirche und ihre Sakramente alle Themen anthropologisch zu fundieren. So sollten der modernen Kirchen Brücken zur Welt von heute geschlagen werden. In knapper Form führt dieses Buch in das theologische Denken Karl Rahners ein.

„Wer sich für Karl Rahner interessiert, dem sei dieses Buch von Anton Losinger empfohlen“ (Radio Vatikan vom 20.02.2016)

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