Zisterzienser und Barock

Die Kirchen der Oberdeutschen Kongregation im Spannungsfeld von Ordensidentität und lokaler Tradition

Zisterzienser und Barock

Das Bild von „zisterziensischer“ Kunst und Architektur ist häufig geprägt von der Vorstellung mittelalterlicher Kirchenbauten, die in ihrer Schlichtheit auf besondere Weise den Gedanken monastischer simplicitas verkörpern. Die barocken Bauten des Ordens – insbesondere in Bayern – passen schlecht in dieses Bild: Mit figürlichen Stuckdekorationen, umfangreichen Freskenprogrammen, monumental-prunkenden Kirchenbauten und extrovertiert das Landschaftsbild prägenden Doppelturmfassaden scheinen sich die Kirchen der Zisterzienser kaum noch von denen anderer Orden zu unterscheiden. Dennoch sahen sich auch die zisterziensischen Bauherren der Barockzeit durchaus im Einklang mit ihrer Tradition. Gegenstand der vorliegenden Untersuchung sind die Kirchenbauten der Oberdeutschen Kongregation, zu der sich 22 Klöster des süddeutsch-schweizerischen Raumes ab 1618 zusammengeschlossen hatten. Ausgehend davon wird die Frage nach der Ordensidentität in der Baukunst des Zisterzienserordens im 17. und 18. Jahrhundert gestellt. Dieser breit aufgefächerte Blick in die Traditionspflege möchte zugleich neue Impulse für zukünftige vergleichende Erforschung der barockzeitlichen Ordenskultur geben.

AUTORE
Kathrin Müller
ANNO DI PUBBLICAZIONE
2016
PAGINE
860
IMMAGINI
Mit ausführlichem Bildteil
FORMATO
16 x 24 cm
RILEGATURA
Hardcover
COLLEZIONE
Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige. Ergänzungsbände
VOLUME
49
ISBN
978-3-8306-7737-6
PREZZO
69,95 EUR

zum Warenkorb detail