Biographies et mémoires

Kössinger (ed.), Norbert

Hrabanus Maurus – Profil eines europäischen Gelehrten

Beiträge zum Hrabanus-Jahr 2006

Hrabanus Maurus – Profil eines europäischen Gelehrten

Nur wenigen ist heute noch der karolingische Gelehrte bekannt, der aufgrund seiner umfassenden schriftstellerischen Tätigkeit und seiner herausragenden Rolle als Vermittler spätantiken und mittelalterlichen Wissens den Ehrennamen „Praeceptor Germaniae“ – „Lehrer Deutschlands“ erhielt. Die in diesem Band versammelten Beiträge informieren in einer Mischung aus essayistischen und wissenschaftlichen Beiträgen über die Biographie Hrabans, über kulturgeschichtliche Zusammenhänge, in denen sein Leben, seine Tätigkeit als Lehrer und sein literarisches Schaffen zu sehen sind. Brückenschläge von jener Epoche, die vielen als das ‚dunkle Mittelalter’ gilt, zur Gegenwart waren dabei ausdrücklich erwünscht. Am Ende des Bandes steht ein Beitrag zur Geschichte des Missionsseminars von St. Ottilien, das den Grundstein für das spätere Rhabanus-Maurus-Gymnasium der oberbayerischen Erzabtei bildete.

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Kordas, Wojciech

Mut zum Widerstand

Die Verweigerung des Fahneneids von P. Franz Reinisch als prophetischer Protest

Mut zum Widerstand

Der Pallottiner P. Franz Reinisch ist der einzige katholische Priester, der den Fahneneid auf Hitler verweigert hat. Er wurde dafür zum Tode verurteilt und am 21.August 1942 im Zuchthaus Brandenburg enthauptet. Was hat ihn zu dieser Entscheidung bewogen? Dieses Buch setzt sich zum Ziel, den Weg von P. Franz Reinisch nachzuzeichnen und seine Entscheidung als mutigen und prophetischen Protest gegen das Naziregime zu deuten. Seinen offenen und öffentlichen Widerspruch begründet P. Reinisch mit seinem Gewissen, dessen verpflichtenden Anspruch er sogar über sein Leben stellt. Die vorliegende Arbeit will das Ringen P. Reinischs um die Treue zu seinem Gewissen darstellen. Die Geschichte der Gewissensentscheidung P. Reinischs dokumentiert, dass dort, wo man sich auf sein Gewissen beruft, auch mit Spannungen zu rechnen ist. Viele seiner Zeitgenossen konnten und wollten seine Entscheidung nicht mittragen. Einsam ging P. Reinisch den Weg in den Tod, begleitet von der Hoffnung, dass sein Sterben der nachfolgenden Generation zugute kommt. Zur Person des Autors. Wojciech (Adalbert) Kordas, 1965 in Zabkowice Sl. (Frankenstein in Niederschlesien) geboren, ist polnischer Fanziskaner der Krakauer Minoriten-Provinz. Von 1985 bis 1995 studierte er Philosophie und Theologie in Krakau und Freiburg/Schweiz, wo er mit dem Lizentiat in Moraltheologie abschloss. Danach machte er ein Pastoralpraktikum in Usbekistan/Zentralasien. Von 1996 bis 2001 wirkte er als Kaplan in Ludwigshafen/Speyer und absolvierte gleichzeitig sein Promotionsstudium an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar.

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Nossol, Alfons

Freude an Versöhnung

Deutsch-polnische Brückenschläge

Freude an Versöhnung

„Der kürzeste Weg des Menschen zu Gott ist der andere Mensch“, lautet ein bekannter Satz von Papst Johannes Paul II. Diese „kleine“ Versöhnung – von Mensch zu Mensch – war und ist für Alfons Nossol das Fundament für die „große“ Versöhnung zwischen Kulturen und Völkern. Das betrifft besonders die Versöhnung zwischen dem polnischen und dem deutschen Volk. Die hier gesammelten Dokumente geben Einblicke in fünf Jahrzehnte deutsch-polnischer Beziehungen.

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Jaspert, Bernd

Wege und Begegnungen

Erinnerungen eines Theologen

Wege und Begegnungen

Von der Kindheit in einem unkirchlichen Elternhaus zum 35 Jahre langen Pfarrdienst in der evangelischen Kirche war es ein weiter Weg. Trotzdem lernte Bernd Jaspert schon beizeiten, auf der Erde an den Himmel zu denken. Dazu halfen ihm zahlreiche Begegnungen mit eindrucksvollen Menschen, darunter außer seinen Lehrern am Gymnasium so bekannte Theologen wie Rudolf Bultmann, Werner Georg Kümmel, Carl Heinz Ratschow, Winfried Zeller, Paulus Gordan, Hans Küng, Paul F. Knitter. Auch die intensive Beschäftigung mit dem benediktinischen Mönchtum war wegweisend für sein Leben. Die Begegnungen mit Mönchen und Nonnen überzeugten den ökumenisch engagierten evangelischen Mönchtumsforscher davon, „dass in allem Gott verherrlicht werden soll“ (Regula Benedicti 57,9; vgl. 1 Petr 4,11).

Mit einem Geleitwort von Karl Kardinal Lehmann.

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Argüello, Kiko

Das Kerygma

In den Baracken mit den Armen

Das Kerygma

Lebenserinnerungen des Gründers der geistlichen Bewegung des Neokatechumenalen Weges, Kiko Argüello. Ein Bekehrungserlebnis drängt ihn dazu, seine Karriere als bekannter Künstler aufzugeben und zu den Armen der Slums von Madrid zu ziehen. Das dort entstandene Gemeindemodell der kleinen christlichen Gemeinschaft ist mittlerweile in 120 Ländern vertreten.

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Renner, Frumentius

Alois Schmid

genannt der Schmid von Mindelheim

Alois Schmid

Alois Schmid (1894-1940) verbrachte zunächst einen Teil seines Lebens in der Landwirtschaft im heimatlichen Allgäu. Seit 1926 war Alois Schmid als Heilpraktiker in Mindelheim tätig. Dabei konnte er zahllosen Menschen in oft außergewöhnlicher Weise Hilfe bringen.

„Bei ihm haben Tausende und Abertausende in Seelen- und Leibesnöten Heilung gesucht und gefunden.“ Stadtpfarrer Martin Schorer von Mindelheim 

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Schmidt-Sommer, Irmgard

„Er wird alles fügen …“

Das Lebensopfer von Mirjam Else Michaelis, Josefsschwester von Trier

„Er wird alles fügen …“

„Hier wohnte Schwester Mirjam Michaelis,“ lautet die Inschrift auf einem Stolperstein vor dem St. Josefsstift in Trier. Sie war 1928 in dieses Kloster eingetreten, nachdem sie den Weg vom jüdischen Glauben zur katholischen Kirche gefunden hatte. Für den Messias wollte sie leben und seinen Willen erfüllen. Zusammen mit Edith Stein und anderen jüdischen Kovertiten wurde sie im Dritten Reich ein Opfer der besonders grausamen Judenverfolgung in den Niederlanden. Mit dieser Biografie wird erstmals ihr Leben auf dem zeitgeschichtlichen Hintergrund anhand von bisher unerforschten Archivquellen umfassend dargestellt.

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Mahr, Johannes

Die Märtyrer von Tokwon

Glaubenszeugen in Korea 1950-1952

Die Märtyrer von Tokwon

Die Schicksale der Märtyrer von Tokwon in den Jahren zwischen 1950 und 1952 haben seit Jahrzehnten ein starkes Echo ausgelöst. Die koreanische Abtei Waegwan als Nachfolgerin von Kloster Tokwon entschloss sich daher Jahr 2007, einen Seligsprechungsprozess für die 38 betroffenen Priester, Mönche und Schwestern in die Wege zu leiten. Die vorliegende Darstellung schildert die einzelnen Lebensläufe und verdeutlicht, wie trotz äußerster Bedrängung Mut und Glaubensstärke Hoffnung geben können.

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Frank (ed.), Karl Suso

Mönchsleben II

Das Leben der Juraväter Romanus, Lupizinus und Eugendus

Mönchsleben II

Vom Anfang des Schweizer Mönchtums legen die „Leben der Juraväter“ Zeugnis ab. Ein unbekannter Autor beschrieb wohl zu Anfang des 6. Jahrhunderts, wie die beiden Brüder Romanus und Lupizinus sich um 450 in die Einsamkeit des Jura zurückzogen. Lebendig wird geschildert, wie sich um diese Einsiedler die Klostergemeinschaft von Condat (Saint-Claude) sammelte, aus der noch weitere Gemeinschaften im heutigen französischen und Schweizer Jura erwuchsen. Als ihr Nachfolger wirkte Abt Eugendus (ca. 450 – ca. 516), der das eremitische Erbe mit verstärkt aktiven und gemeinschaftlichen Zügen verband.

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