Neuzeit

021

Préfontaine, Nicolas Vinot

Metaphysik der Innerlichkeit

Die innere Einheit des Menschen nach der Philosophie Edith Steins

Metaphysik der Innerlichkeit

Die vorliegende Arbeit bietet eine umfassende Darstellung von Edith Steins Metaphysik der personalen Einheit. Sie will zeigen, dass im Zentrum ihrer Anthropologie nicht die Analyse der Person schlechthin steht, sondern dass vielmehr das Phänomen der inneren Einheit das eigentliche Anliegen ist. Diese wird phänomenologisch und ontologisch analysiert und religionsphilosophisch begründet. Die frühere Assistentin von Husserl und spätere Karmelitin entwickelt dabei eine Seinsphilosophie im Ausgang von der Intimität des Ich, in welcher der Mensch als ein Wesen verstanden wird, das in allen seinen Vollzügen immer zugleich auf dem Weg zu seinem Selbst und zum Anderen seiner selbst ist. Edith Stein erscheint als ein Beispiel dafür, wie auf der Basis neuzeitlicher Philosophie, konkret der phänomenologischen Methode Husserls, die theozentrisch orientierte „philosophia perennis“ zu neuem Leben erweckt werden kann. Entlang der Frage nach der inneren Einheit des Menschen zeichnet diese Arbeit ein in sich stimmiges Gesamtbild des Denkens, Glaubens und persönlichen Lebens von Edith Stein.

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020

Zigriadis, Georgios

Zweckmäßigkeit und Metaphysik

Die Neufassung des argumentum a contingentia mundi für die Existenz Gottes in Kants Kritik der Urteilskraft

Zweckmäßigkeit und Metaphysik

Die vorliegende Dissertation hat den Metaphysik-Begriff Kants in seiner dritten Kritik zum Thema. Dabei wird die Kritik der Urteilskraft sowohl in ihrem teleologischen wie in ihrem ästhetischen Teil einer Interpretation unterzogen und im Hinblick auf Kants Behandlung der drei klassischen metaphysischen Themen – Gott, Freiheit, Unsterblichkeit der Seele – analysiert. Es zeigt sich, daß die dritte Kritik zugleich summa und Weiterführung der vorkritischen wie nachkritischen Denkansätze des Philosophen darstellt. Die Erörterung der Erfahrung des Lebendigen und des Schönen markiert dabei eine Verschiebung in der Begründung der Metaphysik der Erkenntnis und der Metaphysik der Sitten; sie stellt die Zweckmäßigkeit als für die Metaphysik zentralen Begriff heraus und rückt den von Kant neu gefassten moralisch-teleologischen Gottesbeweis als Weiterführung des Kontingenzbeweises der Tradition in den Mittelpunkt. Damit wird aufgezeigt, daß der Denkweg Kants mit den ersten beiden Kritiken nicht abgeschlossen ist, sondern in der Kritik der Urteilskraft eine signifikante Innovation erfährt, die über den Begriff des Zwecks die Gottesfrage erneut stellt und das Verhältnis Gott, Welt und Mensch neu beleuchtet.

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