Zeitgeschichte

Ruhfus, Jürgen

Aufwärts

Erlebnisse und Erinnerungen eines diplomatischen Zeitzeugen 1955 bis 1992

Aufwärts

Die knapp vier Jahrzehnte im öffentlichen Dienst, an die Jürgen Ruhfus sich hier erinnert, waren randvolles Leben. Parallel zu Deutschlands Wiederaufstieg nach dem zweiten Weltkrieg ging es dabei stetig: AUFWÄRTS. Nach bunten Anfangserfahrungen und früher Auslandsverantwortung in Dakar, Athen und Nairobi konzentriert sich die Verwendung auf Bonn und den angelsächsischen Raum. In der persönlichen Umgebung der Außenminister v. Brentano, Schröder, Brandt, Scheel, Genscher und unter Kinkel arbeitet Ruhfus an den Nahtstellen zwischen Innenpolitik, Außenpolitik und den Medien. In seine Zeit als außenpolitischer Berater von Helmut Schmidt fällt der einzige westliche Vierergipfel in Guadeloupe (Carter, Giscard d’Estaing, Callaghan, Schmidt), an dem Ruhfus teilnimmt. Der Nato-Doppelbeschluss wird auf den Weg gebracht. Er ist Botschafter in London, als Margret Thatcher Großbritannien von Grund auf reformiert. Politische Einschätzungen und amüsante Anekdoten über den British way of life und die Etikette am Hof, auch Eindrücke von den entlegenen Inseln Jersey, Guernsey und den Orkneys zeichnen ein lebendiges Bild Englands. Als Staatssekretär engagiert er sich bei den Brüsseler Verhandlungen für den Beitritt Spaniens und Portugals, wichtig ist ihm die gleichzeitige innere Stärkung und Konsolidierung der Europäischen Gemeinschaft (Einheitliche Europäische. Akte). Die Wiedervereinigung Deutschlands 1989 erlebt Jürgen Ruhfus als Höhepunkt seiner Botschaftertätigkeit in Washington. Er erzählt von der starken diplomatischen Unterstützung der Amerikaner, von ihrer großen Mitfreude und der damals so engen Beziehung zwischen Washington und Bonn („Partners in Leadership“) – wie auch von dem wachsenden Interesse der Deutsch-Amerikaner, der nach wie vor größten ethnischen Gruppe in den USA. „Ruhfus’Erinnerung ist die eines sehr beteiligten Insiders … ein wahrhaftiger Zeitzeuge … “ (Helmut Schmidt)

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Salmann (ed.), ElmarHake (ed.), JoachimSchneider (ed.), Marie-Luise

Versammeln

Berliner Erfahrungen

Versammeln

Die Katholische Akademie in Berlin ist von Anfang an mehr als bloß ein Ort von Veranstaltungen, sie ist ein Raum katholischer Nachdenklichkeit und Freiheit mitten in Berlin, vor allem aber ein Ort der Versammlung von Menschen, die teilnehmen an den politischen, religiösen und kulturellen Debatten der Hauptstadt. Eine Festschrift zum 25-jährigen Bestehen der Akademie 1990-2015.

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Ulrich, Laura

Wege nach Europa

Heinrich Aigner und die Anfänge des Europäischen Rechnungshofes

Wege nach Europa

Was bewegte engagierte Menschen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts den europäischen Einigungsprozesse als Politiker mitzugestalten und welche Handlungsspielräume konnten sie entwickeln? Heinrich Aigners Weg führte von der Politik in Amberg in Bayern in den Deutschen Bundestag und schließlich in das Europäische Parlament. Dort setzte er sich beharrlich für eine verbesserte Finanzkontrolle ein. Er trug damit nicht nur zur Ausweitung der Befugnisse des Europäischen Parlamentes, sondern maßgeblich auch zur Gründung des Europäischen Rechnungshofes bei.

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Schubert (ed.), Venanz

Begegnung der Zeiten

Über Zeit, Kultur und Wissenschaft

Begegnung der Zeiten

Können Zeiten sich begegnen? Unter dieser Fragestellung wollen die im vorliegenden Band versammelten Untersuchungen innehalten und entweder über die Zeit selbst nachdenken oder Entwicklungen von Wissenschaften in der Zeit nachzeichnen oder aber Gegenstände der Wissenschaften in exemplarischer Weise vorstellen, um daraus Prognosen möglicher künftiger Entwicklungen zu wagen.

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Nossol, Alfons

Freude an Versöhnung

Deutsch-polnische Brückenschläge

Freude an Versöhnung

„Der kürzeste Weg des Menschen zu Gott ist der andere Mensch“, lautet ein bekannter Satz von Papst Johannes Paul II. Diese „kleine“ Versöhnung – von Mensch zu Mensch – war und ist für Alfons Nossol das Fundament für die „große“ Versöhnung zwischen Kulturen und Völkern. Das betrifft besonders die Versöhnung zwischen dem polnischen und dem deutschen Volk. Die hier gesammelten Dokumente geben Einblicke in fünf Jahrzehnte deutsch-polnischer Beziehungen.

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Albert (ed.), MarcelHaas (ed.), Reimund

Bei den Menschen bleiben

Kölner Pfarrer und das Ende des Zweiten Weltkriegs

Bei den Menschen bleiben

Von Mai 1940 bis zum März 1945 wurde Köln Ziel zahlloser Fliegerangriffe. Stadtdechant Robert Grosche rief die katholischen Geistlichen dazu auf, bei den immer weniger werdenden Menschen in der Stadt zu bleiben. Grosches Tagebuch und die von Pfarrer Paul Fetten geführte Chronik der Pfarrei St. Ursula schildern detailreich den Untergang des alten Köln, die Ängste und Sorgen der Menschen und die Schwierigkeiten des Neuanfangs.

Das Buch „Bei den Menschen bleiben – Kölner Pfarrer und das Ende des Zweiten Weltkriegs“ gibt dem Leser ein anschauliches Bild der Kölner Nachkriegszeit. (Kölnische Rundschau, 6. Juni 2012, S. 36)

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Lee, Im-Ha

Frauen, erstanden aus dem Krieg

Koreakrieg und Gender

Frauen, erstanden aus dem Krieg

Der Koreakrieg (1950-53) änderte tiefgreifend die Stellung der koreanischen Frau, die in der traditionellen Gesellschaftsordnung dem Ehemann völlig untergeordnet war. Während die Männer im Krieg kämpften, übernahmen die Frauen bisher männlich dominierte Arbeitsplätze in städtischen und ländlichen Gebieten. Die zunehmende Anzahl von Kriegswitwen musste sich selbständig durchschlagen als Straßenhändlerinnen, Fabrikarbeiterinnen oder Prostituierte. Auch wenn mit dem Koreakrieg eine Leidenszeit für zahllose Frauen begann, ermöglichte er zugleich eine bisher ungekannte gesellschaftliche Emanzipation. Die Autorin schildert in bewegender Weise Entwicklungen Koreas aus politischer, wirtschaftlicher, sozial-, rechts- und alltagsgeschichtlicher Sicht. Die deutsche Veröffentlichung ermöglichte das Korea Literature Translation Institute, Seoul.

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