Storia

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Albert (ed.), Sigrid C.

Mission im Krieg

Abt Norbert Webers Reisetagebuch aus Ostafrika 1905

Mission im Krieg

Norbert Weber hat in seiner Amtszeit als Erzabt von St. Ottilien (1902 bis 1931) die gerade erst entstandene Klostergemeinschaft auf ihrem Weg zu einer weltweiten Kongregation auf vier Kontinenten geführt. Seine Reisen nach Asien und Afrika verarbeitete er auch literarisch und filmisch, wobei vor allem seine Korea-Dokumentationen bekannt wurden. Bisher noch unveröffentlicht ist sein Reisetagebuch nach Deutsch-Ostafrika aus dem Jahr 1905: Es berichtet aus unmittelbarer Nähe vom Maji-Maji-Krieg gegen die deutsche Kolonialherrschaft und bildet eine lebendige Quelle für Missions- und Kolonialgeschichte.

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Tang, Yaoguang

Theologisches Denken bei Xu Zongze (1886–1947)

Ein Versuch der Kontextualisierung der katholischen Theologie in China in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Theologisches Denken bei Xu Zongze (1886–1947)

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfassten große gesellschaftliche Umwälzungen China, die die katholische Kirche vor riesige Herausforderungen stellten und sie zugleich sehr angreifbar machten. Vor diesem Hintergrund entstand eine neue Bewegung, die nach einer Inkulturation des katholischen Christentums in China strebte. Xu Zongze 徐宗泽 (1886–1947) war ein Vertreter dieser Bewegung, der sein theologisches Denken vor allem mittels der „Mission durch Pinsel und Tusche“ (bimo chuanjiao 笔墨传教 ), d.h. in einem umfangreichen Schrifttum, entfaltete. Sein Ansatz war dadurch gekennzeichnet, dass er sich intensiv mit den gesellschaftlichen Problemen im China seiner Zeit auseinandersetzte und diese anhand der katholischen Soziallehre zu lösen versuchte. Hierzu gehörte die Haltung zur Frauenbewegung, die Modernisierung der katholischen Erziehung in China oder das katholische Verständnis des gerechten Krieges. Diesen Versuch einer theologischen Kontextualisierung nannte er selbst „Katholisierung“ (gongjiaohua 公教化 ).

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Argüello, Kiko

Anotaciones

(1988-2014)

Anotaciones

„Heute hat sich Kiko endlich entschieden, sogar seine intimen Gedanken, Empfindungen und seine ganz persönlichen Erfahrungen preiszugeben. Für deren Aufzeichnung folgt er in bestimmten Augenblicken jeweils seiner Intuition, so dass es oft auch durch längere Perioden nicht zu Niederschriften kommt. Es entstehen Aphorismen oder auch psalmenähnliche Verse. Ihre Vielfalt lässt sich nicht zusammenfassen oder systematisieren… Kikos Notizen sind nicht nur ein Schlüssel zum Verständnis des Neukatechumenats; sie können über diese Geistliche Bewegung hinaus eventuell hilfreiche Fingerzeige für das Apostolat insgesamt sein. “ (Aus dem Geleitwort von Paul Josef Kardinal Cordes)

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Benini, Marco

Gott preisen in Hymnen und Gesängen

Friedrich Dörr – Dichter für Gotteslob und Stundenbuch

Gott preisen in Hymnen und Gesängen

Friedrich Dörr (1908−1993), Eichstätter Diözesanpriester und Professor, hat mit über 30 Hymnen und über 40 Liedtexten maßgeblich zum Gotteslob und zum Stundenbuch beigetragen. Mit seinem poetischen und sprachlichen Geschick schuf er substantielle, biblisch fundierte Texte mit „hymnischem Schwung“ (Dörr). Die vorliegende Publikation enthält das reiche dichterische Werk Dörrs, das die Liturgie der Kirche wie das persönliche Beten bereichert und zum freudigen Lobpreis Gottes anregt. Das Buch beleuchtet neben der Biographie die Mitwirkung Dörrs am Gotteslob und die Geschichte des deutschen Hymnars.

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Loonbeek, Raymond

Franz Stock

Menschlichkeit über Grenzen hinweg

Franz Stock

Im Jahr 1934 begann der junge Priester Franz Stock (1904–1948) aus der Diözese Paderborn seine Tätigkeit in Paris als Leiter der deutschsprachigen katholischen Gemeinde. Nach der Besetzung der französischen Hauptstadt durch die Wehrmacht übernahm er die Betreuung französischer Gefangener – Widerstandkämpfer und Geiseln, Christen, Juden, Kommunisten und Atheisten – und begleitete etwa 2.000 zum Tode verurteilte Menschen bei ihrer Hinrichtung. Nach Kriegsende trugen ihm französische Autoritäten die Errichtung eines Priesterseminars für kriegsgefangene deutsche Theologiestudenten an. Im „Stacheldrahtseminar“, das von 1945 bis 1947 innerhalb des großen Kriegsgefangenenlagers von Le Coudray bei Chartres existierte, wurde er für viele deutsche Soldaten ein väterlicher Ratgeber auf ihrem Weg zum Priestertum. Die umfassend recherchierte Biographie zeichnet das Bild einer faszinierenden Persönlichkeit, deren Leben im Dienst der Nächstenliebe und Versöhnung zwischen den Völkern stand.

2. verbesserte Auflage.

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Thomann, M. Carola

„Die Sonne bleibt oben“

Der Lebensweg von Mutter M. Clara Pfänder, Gründerin der Franziskanerinnen Salzkotten

„Die Sonne  bleibt oben“

Im Jahre 1859 gründete die westfälische Ordensfrau Theresia Pfänder eine eigene Kongregation, die „Schwestern des hl. Franziskus, Töchter der heiligsten Herzen Jesu und Mariä“, die nach dem Sitz des Mutterhauses auch „Franziskanerinnen Salzkotten“ genannt werden. Das Charisma, in kontemplativer Haltung die eucharistische Anbetung mit Antworten auf die sozialen Bedürfnisse der jeweiligen Zeit zu verbinden, zeichnet die Kongregation aus, die eine rasche Entwicklung nahm. Mitbedingt durch den Kulturkampf breitete sie sich auch bald in Lothringen, Holland und in Nordamerika aus. Die hier erstmals vorgelegte Lebensgeschichte der Gründerin enthielt Phasen schwierigster Kämpfe, die zuletzt in eine ungerechtfertigte Absetzung mündeten. Die Darstellung auf Grundlage des Quellenmaterials rehabilitiert die Gründerin der Franziskanerinnen Salzkotten und führt zugleich in die Gründungsgeschichte und die Spiritualität der Kongregation ein: Wie der hl. Franz von Assisi Gott zu loben, ihn anzubeten und ihm in seinen Geschöpfen zu dienen.

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Koschyk, Hartmut

Heimat – Identität – Glaube

Vertriebene – Aussiedler – Minderheiten im Spannungsfeld von Zeitgeschichte und Politik

Heimat – Identität – Glaube

Heimat stellt ein entscheidendes Fundament für die eigene Identität dar und ist die notwendige Antwort auf die zunehmende Globalisierung. Ein in sich ruhendes Heimatbewusstsein, verbunden mit gesicherter Identität und gelebten Glaubens- und Werteüberzeugungen ist die Voraussetzung für ein gedeihliches und respektvolles Zusammenleben mit anderen Nationen, Kulturen und Religionen. Eine offene Auseinandersetzung mit der jeweiligen kulturellen Identität hilft gerade bei der Begegnung mit Vertriebenen, Aussiedlern und Minderheiten, um in einen echten und respektvollen Dialog einzutreten, der zu friedlicher Verständigung führt. Der Dreiklang Heimat – Identität – Glaube erweist sich damit als zukunftsweisend für das europäische und globale Zusammenleben.

Buchpräsentation: 29. Januar 2018, 18.00 Uhr, Ungarische Botschaft Berlin

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Grohe (ed.), JohannesWurst (ed.), GregorStrika (ed.), ZvjezdanFischer (ed.), Hermann

Begegnung der Kirche in Ost und West im Spiegel der synodalen Strukturen

Begegnung der Kirche in Ost und West im Spiegel der synodalen Strukturen. FS für Petar Vrankić

Begegnung der Kirche in Ost und West im Spiegel der synodalen Strukturen

Prof. Dr. Petar Vrankić hat über Jahre hinweg die kirchengeschichtliche Lehre an der Universität Augsburg geprägt. Die hier versammelten Studien, die von ehemaligen Lehrern, von Weggefährten, Freunden, Schülern und Kollegen zum 70. Geburtstag dem Jubilar dargebracht werden, decken thematisch ein weites Feld ab: Von der Traditio apostolica bis hin zur Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils, vom Bilderstreit bis zum Rücktritt Benedikts XVI., von den großen ökumenischen Konzilien bis hin zu neuzeitlichen, südosteuropäischen Partikularsynoden. Sie spiegeln damit den Bereich der gesamteuropäischen, nicht nur der lateinischen Kirchengeschichte in ihrer ganzen Breite wider, deren Erforschung Petar Vrankić sich als akademischer Lehrer und Forscher gewidmet hat.

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Kugele, Lore

Redlich vor Gott

Eine Studie zur ethischen und religiösen Identität Dag Hammerskjölds

Redlich vor Gott

Der UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld war nicht nur ein bedeutender Politiker, sondern wurde durch sein postum veröffentlichtes Tagebuch auch ein Wegweiser für viele religiös suchende Menschen. Sein christlicher Glaube führte ihn zu einem tief empfundenen Verantwortungsbewusstsein und einem weltweiten Einsatz für Versöhnung und Frieden. Die Autorin schildert zunächst den biografischen Werdegang, um darauf aufbauend ein inneres Profil Dag Hammerskjölds zu entwerfen und sein Wirken und seine Spiritualität zu deuten.

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Dell'Omo, Mariano

Geschichte des abendländischen Mönchtums vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Das Charisma des hl. Benedikt zwischen dem 6. und 20. Jahrhundert

Geschichte des abendländischen Mönchtums vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Das benediktinische Mönchtum war für die Entwicklung der mittelalterlichen Zivilisation ein maßgeblicher Faktor. Seit Beginn des Mittelalters wurde es im Laufe der Jahrhunderte integraler Bestandteil der gemeinsamen Erfahrung der Völker auf dem europäischen Kontinent. Das vorliegende Werk bietet einen Überblick über die lange und ungewöhnliche Geschichte des benediktinischen Mönchtums in Europa und auf den anderen Kontinenten von den Anfängen bis heute.

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