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Ehrl, Franziska

„des allgemeinsten Interesses sicher“

Druckgraphische Totentanzfolgen im Sog des Ersten Weltkriegs

„des allgemeinsten Interesses sicher“
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Trotz eines regen Forschungsinteresses am Totentanz im Allgemeinen wurde den druckgraphischen Ausprägungen, die unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs entstanden beziehungsweise publiziert wurden, bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei belegt die bemerkenswerte Fülle druckgraphischer Totentanzfolgen, die von der Jahrhundertwende bis in die späten 1920er Jahre publiziert wurden, dass der Totentanz auf eine höchst spannende Weise mit der unruhigen Zeit des beginnenden 20. Jahrhunderts verwoben ist. Im Wirkungsfeld der bereits vorkriegszeitlich einsetzenden Propaganda, der mit der Kriegszeit schrittweise erstarkenden Kritik und dem Bedürfnis nach Verarbeitung wurde das Totentanzmotiv zur Metapher des Erlebens und zum Spiegelbild des zeitabhängigen Umgangs mit dem Tod.

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Brandl (ed.), Ludwig

Via Crucis – Jesu Leiden und Sterben

Zeichnungen von Ernst Arnold Bauer mit Betrachtungen von Karl Kern SJ und Wolfgang J. Bandion

Via Crucis – Jesu Leiden und Sterben

Es gibt kaum eine katholische Kirche, in der sich nicht Bilder eines Kreuzwegs befinden. Kreuzwege gehören gewissermaßen zur Grundausstattung einer Kirche. Sie führen eindrucksvoll vor Augen, wie Jesus vor 2000 Jahren gelitten hat und für die Menschen gestorben ist. In diesem Band wird der Kreuzweg des zeitgenössischen Künstlers Ernst Arnold Bauer vorgestellt. Zu den 14 Zeichnungen haben Pater Karl Kern SJ und Wolfgang J. Bandion Betrachtungen geschrieben, welche in die Bildwelt und die besonderen malerischen Intuitionen des Künstlers hineinführen.
Buchvorstellung: 19. Juli, Eichstätt, Priesterseminar, in Anwesenheit des Künstlers und S.E. Bischof Gregor Maria Hanke OSB.

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Müller, Andreas

Kirchenbau als Symbol

Zur Grundlegung der Religions- und Liturgiedidaktik des christlichen Kirchenraums

Kirchenbau als Symbol

Kirchenbauten sind spirituelle Lernräume, die eine Begegnung mit dem Heiligen ermöglichen können. Im theologischen Fächerkanon hat dabei die Liturgiewissenschaft die besondere Aufgabe, die traditionelle Bedeutung und die spirituell-christliche Zeichenhaftigkeit der Kirchenbauten immer wieder in den Blick zu nehmen und den Menschen vor Augen zu führen. Entscheidende Partner der Liturgik bleiben Symboldidaktik und Religionspädagogik, indem sie den Kirchenraum als spirituellen Lernort und religiöses Lernmedium für die Menschen unterschiedlichster religiöser Entwicklung in einen lebensweltlichen und ästhetischen Zusammenhang rücken, sodass sich jede/r durch die symbolischen Potenziale der Kirchenräume in die Begegnung mit dem Göttlichen einüben kann. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Kompetenzen, einen Kirchenraum bewusster wahrnehmen, angemessen symbolisieren und mit ihm religiös verantwortet umgehen zu können.

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Brandl (ed.), LudwigBanzer (ed.), George

Das Evangelium nach Markus

Wort und Bild im Dialog – Ein Eichstätter Kunstprojekt

Das Evangelium nach Markus

Für die großformatige Ausgabe des Markusevangeliums haben 103 Künstler und Künstlerinnen der Diözese Eichstätt Bilder geschaffen, die die Worte der Frohen Botschaft aufgreifen und deuten. Die Künstler verschiedener Konfessionen haben sich dafür jeweils intensiv mit einem Abschnitt des Evangeliums nach der Übersetzung des früheren Eichstätter Exegeten Josef Kürzinger auseinandergesetzt und ihren Zugängen bildlichen Ausdruck verliehen. Das Kunstprojekt stellt sich auf diese Weise in die Tradition der Perikopenbücher, die über Buchmalerei Bibeldeutung verwirklichen.

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Kim, Jung-Shin

Kirchenarchitekt Alwin Schmid

Kirchenarchitekt Alwin Schmid

Pater Alwin Schmid (1904-1978) wirkte als ein Pionier der Kirchenarchitektur in Korea. Zwischen 1937 und 1978 entwarf er ungefähr 185 kirchliche Gebäude, darunter zahlreiche Kirchen, Kapellen und Gemeindezentren. Seine späteren Werke spiegeln dabei in herausragender Weise den Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils. Kennzeichnend für seine Bauten sind Funktionalität, eine gewisse „bescheidene“ Nüchternheit und ein hohes Maß an Anpassung an die jeweilige landschaftliche oder städtische Umgebung.

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Bestle-Hofmann, Verena

Unus liber de sancto Benedicto

Das Benediktskompendium des Jean de Stavelot und die Klosterreform des 15. Jahrhunderts

Unus liber de sancto Benedicto

In den Jahren 1432-1437 schrieb und illuminierte der Lütticher Benediktinermönch Jean de Stavelot in der Abtei Saint-Laurent einen Codex, den der Verfasser in einer Chronik als unus liber de sancto Benedicto aufführt. Die von kunsthistorischer Seite bisher weitgehend unbeachtete Handschrift enthält Texte zum Leben und Wirken des hl. Benedikt sowie eine Abhandlung zum klösterlichen Leben. Das Kompendium ist mit 92 Miniaturen überaus reich ausgestattet. Eine typologisch instrumentierte Bilderfolge zum Leben des hl. Benedikt auf 35 Doppelseiten ist einzigartig in der ordenseigenen Bildtradition. Mit diesem, sich annähernd durchgehend auf den Ordensgründer beziehenden Text- und Bildprogramm stellt die Handschrift ein bemerkenswertes Zeugnis der monastischen Selbstvergewisserung eines Benediktinerklosters im 15. Jahrhunderts dar. Die vorliegende Publikation liefert erstmals eine grundlegende Untersuchung der Sammelhandschrift – im Zentrum steht dabei die Erforschung der ungewöhnlichen typologisierenden Benediktsvita – sowie eine geistes- und sozialhistorische Studie zu Entstehung, Verwendungszweck und Adressatenkreis des Buches vor dem Hintergrund benediktinischer Klosterreform im 15. Jahrhundert.

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Yi, Ki-ung

Hanok

Traditionelle Wohnhäuser Koreas

Hanok

Die traditionellen Häuser Koreas werden “Hanok” genannt und folgen einmaligen Bauweisen. Diese ist unter anderem durch eine klare räumliche Aufteilung von Frauen-, Herren-, Gesinde-, Lagerhäuser und Ahnenschrein gekennzeichnet, aber auch durch eigene Bauformen wie Holzveranden und Fußbodenheizung. Der Überblick über diese Kulturgüter Koreas stellt in Wort, Bild und Übersichtsplänen die wichtigsten traditionellen Wohnhäuser des Landes vor.

Fotografien von See Heun-kang und Job Byoung-soo. Übersetzt von Beckers-Kim Young-ja.

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Weyergraf, Stefan gen. Streit

Augen-Blick: Passion

Augen-Blick: Passion

24 Bilder des Passionszyklus sind aus dem Blickwinkel Jesu gemalt. Auf keinem der Bilder ist er zu sehen, nicht einmal eine Fingerspitze von ihm. Der Betrachter erlebt und erschaut den Leidensweg selbst aus dem Standpunkt Jesu heraus. Er muss sich selbst dabei fragen, auf welcher Seite er sich befindet.

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Müller, Kathrin

Zisterzienser und Barock

Die Kirchen der Oberdeutschen Kongregation im Spannungsfeld von Ordensidentität und lokaler Tradition

Zisterzienser und Barock

Das Bild von „zisterziensischer“ Kunst und Architektur ist häufig geprägt von der Vorstellung mittelalterlicher Kirchenbauten, die in ihrer Schlichtheit auf besondere Weise den Gedanken monastischer simplicitas verkörpern. Die barocken Bauten des Ordens – insbesondere in Bayern – passen schlecht in dieses Bild: Mit figürlichen Stuckdekorationen, umfangreichen Freskenprogrammen, monumental-prunkenden Kirchenbauten und extrovertiert das Landschaftsbild prägenden Doppelturmfassaden scheinen sich die Kirchen der Zisterzienser kaum noch von denen anderer Orden zu unterscheiden. Dennoch sahen sich auch die zisterziensischen Bauherren der Barockzeit durchaus im Einklang mit ihrer Tradition. Gegenstand der vorliegenden Untersuchung sind die Kirchenbauten der Oberdeutschen Kongregation, zu der sich 22 Klöster des süddeutsch-schweizerischen Raumes ab 1618 zusammengeschlossen hatten. Ausgehend davon wird die Frage nach der Ordensidentität in der Baukunst des Zisterzienserordens im 17. und 18. Jahrhundert gestellt. Dieser breit aufgefächerte Blick in die Traditionspflege möchte zugleich neue Impulse für zukünftige vergleichende Erforschung der barockzeitlichen Ordenskultur geben.

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