Pallottinische Studien zu Kirche und Welt

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Biersack, Robert

Bittgebet und Gottes Vorsehung

Eine systematisch-theologische Studie zur Sinnhaftigkeit und Wirksamkeit der Bitte an Gott

Bittgebet und Gottes Vorsehung

In Geschichte und Gegenwart stand und steht die theistische Überzeugung, dass das Bittgebet Auswirkung auf Gott und den Lauf der Welt hat, im Kreuzfeuer heftiger philosophischer und theologischer Kritik. Unter anderem wird das Bittgebet mit der Allwissenheit, Unveränderlichkeit, Allgüte und Allmacht Gottes für unvereinbar erklärt. Aus dieser scheinbaren Unvereinbarkeit wird dann auf die Sinnlosigkeit und Überflüssigkeit der Bitte an Gott geschlossen. Die christliche systematische Theologie ist auf den Plan gerufen, sich mit solchen schwerwiegenden Einwänden konstruktiv auseinanderzusetzen. Die vorliegende Dissertation stellt sich dieser auch existentiell hochrelevanten Aufgabe und erörtert Möglichkeiten einer rationalen Rechtfertigung der Sinnhaftigkeit und Wirksamkeit der Bitte. Auf der Suche nach einem befriedigenden Bittgebetskonzept werden drei verschiedene Modelle im Detail analysiert und kritisch gewürdigt: der traditionelle Antwortversuch des Thomas von Aquin sowie zwei vieldiskutierte zeitgenössische Vorschläge aus dem englischsprachigen Bereich – das eternalistische Bittgebetsmodell der zeitgenössischen christlichen Religionsphilosophin Eleonore Stump und der temporalistische Entwurf des sogenannten „Open Theism“. Eine abschließende systematische bittgebetstheologische Reflexion skizziert eine eigene Auffassung zur Wirksamkeit der Bitte.

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Madanu, Balaswamy

Missionarische Pastoral

Perspektiven eines pastoralen Austausches zwischen Indien und Deutschland

Missionarische Pastoral

Das Christentum in Deutschland ist im Umbruch. Innerhalb der Kirche geht die Zahl der Gläubigen zurück, und die Kirche wird in der Gesellschaft nicht mehr als einzige sinnstiftende Gemeinschaft erlebt. Was die Kirche in Indien angeht, so ist sie mit Realitäten wie Armut, religiöser Gewalt, sozialer Diskriminierung, Unterdrückung und Ausbeutung konfrontiert. Angesichts dieser Erfahrungen stehen die Kirchen vor gewaltigen Herausforderungen: Mission ist nicht nur eine Bewegung in fremde Länder hinein, sondern wird schon in der Heimat aktuell. Die vorliegende Arbeit reflektiert diesen Prozess im Vergleich zwischen Indien und Deutschland.

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Socha, Hubert

In der Kirche angenommen

Beiträge und Dokumente zur gesamtkirchlichen Errichtung der Vereinigung des Katholischen Apostolates Vinzenz Pallottis

In der Kirche angenommen

Der hl. Vinzenz Pallotti (1795-1850) war zutiefst überzeugt, dass alle Menschen von Gott aus barmherziger Liebe ins Dasein gerufen und damit auch gesandt sind, einander zu helfen, in Ihm ihre Vollendung zu finden. Darum gründete er 1835 die Vereinigung des Katholischen, d.h. allumfassenden und allen Getauften anvertrauten, Apostolates. Nach der zu seiner Zeit maßgebenden Lehre von der Kirche waren aber nur der Papst und die Bischöfe für das Apostolat zuständig. So kam es bereits 1838 fast zur päpstlichen Auflösung der Vereinigung. 1854 wurde ihre Umbenennung in Fromme Missionsgesellschaft verfügt. Es bedurfte des Zweiten Vatikanischen Konzils, um die eigenständige apostolische Berufung jedes Getauften wieder zu achten. Die Vereinigung Pallottis erhielt erst 2008 die endgültige Anerkennung von Seiten der Kirche. Das Buch enthält das Generalstatut der Vereinigung und andere Dokumente, die den nachkonziliaren Weg der pallottinischen Familie zur ursprünglichen Gründungsvision markieren, und kommentiert sie. Es bietet zudem Abhandlungen, die während dieser Zeit im Auftrag der Vereinigung verfasst wurden, um deren kirchliche Anerkennung zu erreichen und dazu beizutragen, dass sie „wie eine Posaune des Evangeliums… alle ruft, alle einlädt und den Eifer und die Liebe aller Gläubigen“ weckt (Vinzenz Pallotti).

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Kolvenbach, Helga

Hoffnung gegen alle Hoffnung

Hoffnung gegen alle Hoffnung

Im literarischen Schaffen Friedrich Dürrenmatts greifen Inhalte und Gestaltung bevorzugt Probleme auf, die im Schnittpunkt grundlegender menschlicher Fragen stehen, und damit auch im Focus vielfältiger Betrachtung und Deutung, so z.B. der Philosophie und der Theologie. Diese Arbeit möchte anhand ausgewählter Werke einen Bogen schlagen von der frühen Prosa über die Komödien bis zu den späten Texten im Sinne eines Dialogs mit dem Autor. Sie möchte anhand eines literarischen Beispiels Glaubensproblemen von Menschen unserer Zeit und solchen, die uns auch selbst berühren, nachspüren, sie dabei besser verstehen lernen. Dieser Ansatz erfordert, Literatur aus ihrer eigenen Position zu deuten, sie nicht etwa zu instrumentalisieren zur „ancilla theologiae“, wovor auch Karl Josef Kuschel zu Recht warnt. Das bedeutet hier, sich zu bemühen, vom Selbstverständnis und Selbstbildnis Dürrenmatts auszugehen, wie es sich in seinen literarischen und autobiographischen Texten darstellt, also eine pragmatische Autobiographie- und Literaturinterpretation vorzunehmen.

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Probst (ed.), Manfred

Der Herrgott hat das letzte Wort

Das Leben des Pallottinerpaters Richard Henkes (1900-1945) und sein Sterben im KZ Dachau

Der Herrgott hat das letzte Wort

Auf der Grundlage vieler, bisher nicht bekannter Quellen entstand eine Lebensbeschreibung des Pallottinerpaters Richard Henkes, der 1945 im KZ Dachau verstarb und für den ein Seligsprechungsprozess angestrebt wird. Die von Manfred Probst verfaßte Biographie bietet ein wirklichkeitsnahes, auf gesicherte Fakten gegründetes Bild von Richard Henkes und bringt in sachlicher Darstellung die tragenden Überzeugungen dieses mutigen Menschen und Priesters zum Ausdruck.

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Kordas, Wojciech

Mut zum Widerstand

Die Verweigerung des Fahneneids von P. Franz Reinisch als prophetischer Protest

Mut zum Widerstand

Der Pallottiner P. Franz Reinisch ist der einzige katholische Priester, der den Fahneneid auf Hitler verweigert hat. Er wurde dafür zum Tode verurteilt und am 21.August 1942 im Zuchthaus Brandenburg enthauptet. Was hat ihn zu dieser Entscheidung bewogen? Dieses Buch setzt sich zum Ziel, den Weg von P. Franz Reinisch nachzuzeichnen und seine Entscheidung als mutigen und prophetischen Protest gegen das Naziregime zu deuten. Seinen offenen und öffentlichen Widerspruch begründet P. Reinisch mit seinem Gewissen, dessen verpflichtenden Anspruch er sogar über sein Leben stellt. Die vorliegende Arbeit will das Ringen P. Reinischs um die Treue zu seinem Gewissen darstellen. Die Geschichte der Gewissensentscheidung P. Reinischs dokumentiert, dass dort, wo man sich auf sein Gewissen beruft, auch mit Spannungen zu rechnen ist. Viele seiner Zeitgenossen konnten und wollten seine Entscheidung nicht mittragen. Einsam ging P. Reinisch den Weg in den Tod, begleitet von der Hoffnung, dass sein Sterben der nachfolgenden Generation zugute kommt. Zur Person des Autors. Wojciech (Adalbert) Kordas, 1965 in Zabkowice Sl. (Frankenstein in Niederschlesien) geboren, ist polnischer Fanziskaner der Krakauer Minoriten-Provinz. Von 1985 bis 1995 studierte er Philosophie und Theologie in Krakau und Freiburg/Schweiz, wo er mit dem Lizentiat in Moraltheologie abschloss. Danach machte er ein Pastoralpraktikum in Usbekistan/Zentralasien. Von 1996 bis 2001 wirkte er als Kaplan in Ludwigshafen/Speyer und absolvierte gleichzeitig sein Promotionsstudium an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar.

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