Münchener Theologische Studien. Systematische Abteilung

080

Weiler, Michael

Unheil in guter Schöpfung

Zur Theodizeerelevanz der Erbsündenlehre

Unheil in guter Schöpfung

Warum gibt es Leid, wo doch dem guten und liebenden Gott am Heil der Menschen gelegen ist, und dem allmächtigen Gott es ein Leichtes sein müsste, es ohne Umwege herbeizuführen? Dieser Frage hat sich eine christliche Theologie zu stellen, wenn sie sich mit dem sogenannten Theodizee-Problem auseinandersetzt. Sie hat sich dabei aber auch der biblischen Formulierung von Sündenfall- und Erlösungsgeschehen sowie deren theologischer Rezeption zu stellen. Die traditionelle Erbsündenlehre, der zufolge nicht Gott, sondern der Mensch seine Unheilsverfallenheit selbst zu verantworten habe, bildet dabei das Ausgangsterrain. Die vorliegende Untersuchung diskutiert neuere Ansätze der Theodizee und schlägt eine Lösung vor, die der menschlichen Freiheit Rechnung trägt.

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079

Erlenmeyer, Florian

Das Geheimnis der Geschichte in Christus deuten

Der Beitrag Jean Daniélous zu einer theologischen Hermeneutik der Geschichte

Das Geheimnis der Geschichte in Christus deuten

Vergänglichkeit, Unheil und drohende Sinnlosigkeit stellen als Herausforderungen von höchster existentieller Relevanz einen jeden von uns im Kern seines Seins in Frage. Dieser Frage auszuweichen hieße, das Wesentliche unseres menschlichen Daseins und auch das unseres Zusammenlebens zu verlieren. Vor allem aber steht die Glaubwürdigkeit des Gottes auf dem Spiel, von dem wir behaupten, er sei ein Gott der Geschichte. Die vorliegende Untersuchung geht anhand der Theologie Jean Daniélous der Frage nach dem Sinn der Geschichte nach.

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078

Czopf, Tamás

Neues Volk Gottes?

Zur Geschichte und Problematik eines Begriffs

Neues Volk Gottes?

Der Begriff „Neues Volk Gottes“ wird in theologischen Texten gerne unhinterfragt verwendet: Er scheint einleuchtend zugleich die kirchliche Verbindung zum Volk Israel und die Proklamation eines neuen Bundes zu vermitteln. Bei genauerer Betrachtung wirft dieser Begriff jedoch schwerwiegende Fragen auf: Gegenüber wem ist die Kirche als Gottesvolk neu und seit wann? Wer ist mit „Altem Volk“ gemeint und wie ist das zu verstehen? Was ist mit „Volk“ gemeint und was nicht? Die Habilitionsschrift untersucht anhand eines problematischen Begriffes das Verhältnis zwischen „Altem“ und „Neuen“ Testament, Judentum und Christentum, Synagoge und Ecclesia.

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077

Bihl, Benjamin

Die Kirche als Abbild der Dreifaltigkeit

Untersuchung der trinitarischen Ekklesiologie aus katholischer Perspektive

Die Kirche als Abbild der Dreifaltigkeit

Die vorliegende Untersuchung geht der Frage nach, inwieweit die Kirche Abbild der Dreifaltigkeit ist und ob sich genauere Zusammenhänge zwischen Gotteslehre und Ekklesiologie nachweisen lassen. Dazu werden die Aussagen der aktuellen theologischen Lehre, des Zweiten Vatikanischen Konzils, der Kirchenväter und der Heiligen Schrift systematisch untersucht und ausgewertet.

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076

Michal, Benedikt J.

Die Kirche als „Mysterium“

Eine analytische und synthetische Lektüre des Zweiten Vatikanischen Konzils

Die Kirche als „Mysterium“

In der Kirchenkonstitution „Lumen Gentium“ wird die Kirche als Mysterium verstanden. Diese neue Sicht von Kirche ist bisher allerdings nur unzureichend erschlossen worden. Die vorliegende Untersuchung möchte zu einem besseren Verständnis des mysterium ecclesiae beitragen, indem die Theologie von „Lumen Gentium“ und die dahinterstehenden theologischen Strömungen entfaltet werden. Dies führt zu einer Abgrenzung von Mysterium und Sakrament und zum Entwurf einer Ekklesiologie des Mysteriums.

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075

Haringer, Franz

Trinitarischer Personalismus

Max Schwarz (1879-1943) und sein Bild von der "heiligen Schaukel" - ein Versuch zur Überwindung der neuscholastischen Gnadenlehre

Trinitarischer Personalismus

Das genaue Zueinander von Gott und Mensch und die Frage nach einer etwaigen Über- und Unterordnung der beiden in Relation stehenden Partner ist für die christliche Theologie zu allen Zeiten eine fundamentale Problemstellung. Vor allem der dogmatische Traktat über die Gnade hat sich dieser Frage angenommen und verschiedene Lösungshorizonte entworfen. Die vorliegende Arbeit präsentiert in der Person des Passauer Diözesanpriesters Dr. phil. et theol. Max Schwarz (1879–1943) einen Theologen, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Verborgenen, aber doch nicht wirkungslos, Impulse für eine Erneuerung der Theologie und insbesondere der Gnadenlehre vermittelte. Schwarz, der in der neuscholastischen Phase der Theologie im römischen Germanikum und an der päpstlichen Universität Gregoriana seine Ausbildung erhielt, erarbeitete sich im weiten Ausgriff auf verschiedene Interessensgebiete seine eigene „nouvelle théologie“. Es lässt sich aufzeigen, dass seine Gedanken durchaus verwandt sind mit den Neuaufbrüchen derjenigen Theologen, die man gemeinhin zu dieser Denkrichtung zählt.

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073

Steinmeier, Johannes

Das Wirken des Heiligen Geistes und das Charisma der Heilung

Der theologische Ansatz von Norbert Baumert SJ – mit Anwendung auf Emiliano Tardif und Niklaus Wolf von Rippertschwand

Das Wirken des Heiligen Geistes und das Charisma der Heilung

Der Jesuit Norbert Baumert hat eine Lehre des Heilungscharismas entwickelt, wonach dieses als subjekthaftes Heilsgut gesehen und in den Raum des kirchlichen Glaubens gestellt wird. Damit grenzt er sich auch von schwärmerischen Formen des Wunderglaubens ab. Die vorliegende Untersuchung greift die Forschungsergebnisse Baumerts auf, beleuchtet sie aus bibelexegetischer Sicht und stellt sie in einen weiteren hermeneutischen Rahmen.

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072

Reisinger, Philipp

Jurisdiktionsprimat und bischöfliche Kollegialität in perichoretischer Zusammenschau

Ein spekulativer, theologischer Entwurf zum Subjekt der höchsten Autorität der Kirche unter besonderer Berücksichtigung der kanonischen Gesetzgebung im CIC/1983 und CCEO

Jurisdiktionsprimat und bischöfliche Kollegialität in perichoretischer Zusammenschau

Mit dem II. Vatikanischen Konzil setzte ein innerkirchlicher Prozess der Neubesinnung auf das Wesen der Kirche ein, der auch ihre Verfassungs- und Leitungsstruktur einschloss. Während einige Modelle vergangene Zeiten zu reanimieren versuchen, sind andere darum bemüht, die Kirche anhand aktueller Management-Konzepte zukunftsfähig zu machen. Dazwischen steht die große Zahl der Gläubigen, die der Parteikämpfe überdrüssig ist und ihren Glauben einfach leben wollen. Die vorliegende Arbeit möchte zwischen den Fronten theologischer Meinungen das Einende ausfindig machen. Es ist ein Versuch, der zeigen möchte, dass nicht das entweder-oder, sondern das katholische et-et Lösungsansätze für die Leitung der Kirche hervorzubringen vermag.

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071

Lange, Andrea

Allmacht denken

Studien zur widerspruchsfreien Konzipierbarkeit eines fundamentalen Gottesprädikats

Allmacht denken

Wo Gott gedacht wird, da wird seine Allmacht mitgedacht. Spätestens mit Auschwitz ist die Rede von der göttlichen Allmacht jedoch in eine Krise geraten und kann nicht mehr unbedacht geäußert werden. Wo kritische Anfragen gestellt werden, muss versucht werden, einen Weg in der Spannung zwischen Selbstverständlichkeit und Fragwürdigkeit zu finden. Die vorliegende Studie möchte einen Beitrag zu einer durchdachten Allmachtskonzeption leisten.

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