Monastische Tradition

Kapfhammer (ed.), Gerald

Lesen und Betrachten

Das Büchlein von der geistlichen Gemahelschaft

Lesen und Betrachten

Auf die Frage, wie man ein gutes und gelingendes Leben führt, antwortet das Büchlein von der geistlichen Gemahelschaft mit einer allegorischen Erzählung. Im Bild einer Hochzeit von einem König und seiner Braut wird die liebevolle Verbindung von Christus und der gläubigen Seele dargestellt. Wie die tugendhafte Braut, die in der Vorbereitung keine Mühen scheut, soll sich auch der Leser auf die Suche nach Gott begeben und sein Heil finden. Der Melker Laienbruder Lienhart Peuger hat diesen Text im 15. Jahrhundert wesentlich bearbeitet. Diese Fassung gelangte vom Benediktinerstift Melk in den süddeutschen Raum, wo sie im Laufe der Überlieferung mit einem umfangreichen Bilderzyklus versehen wurde. Die vorliegende Ausgabe gibt diesen Text zusammen mit 64 Federzeichnungen der Handschrift Cgm 775 der Bayerischen Staatsbibliothek München wieder. In einer Einführung erfolgen zudem Erläuterungen zur religiösen Text- und Bilderwelt des späten Mittelalters.

Z Anhang

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02

Buschmann (ed.), LaraErdmann (ed.), Martin

Klostergarten und Landwirtschaft

Gestaltung von Kulturraum im Wandel der Zeit

Klostergarten und Landwirtschaft

Das Wirtschaften in Küche, Garten und in der Landwirtschaft stellt damals wie heute eine wichtige Säule der Klosterkultur dar. Durch traditionelle Vorstellungen übt das Thema einerseits Faszination aus und der Klostergarten wird zum Sehnsuchtsort, andererseits konnten Klöster durch ihre gesellschaftliche Sonderstellung seit jeher als Vorreiter und Beispiel für nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften vorangehen. Der Band nimmt Klostergärten und die Klosterlandwirtschaft aus historischer und heutiger Perspektive in den Blick und spannt den Bogen von mittelalterlichen Innovationen in der Landwirtschaft, immer aktuellen Entschleunigungssehnsüchten bis hin zur heutigen touristischen Nutzung von Klostergärten.

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Engelbert (ed.), Pius

Der Codex Regularum des Benedikt von Aniane

Faksimile der Handschrift Clm 28118 der Bayerischen Staatsbibliothek München

Der Codex Regularum des Benedikt von Aniane

Der Codex Regularum Clm 28118 der Münchner Staatsbibliothek aus dem frühen 9. Jahrhundert enthält 27 spätantike Klosterregeln nebst anderen monastischen Texten, die von der Benediktusregel eingeleitet werden. Er lässt sich auf das Wirken des westgotischen Abtes Benedikt von Aniane (750/51-821) zurückführen, der unter Karl dem Großen und Ludwig dem Frommen Hauptvertreter der karolingischen Klosterreform war. Die Regelsammlung  sicherte die Kenntnis und das Weiterleben vor- und nicht-benedikinischer Klostertraditionen, nachdem die Synoden von Aachen (816 bis 819) die Regula Benedicti zur allein gültigen Norm für alle Mönchsklöster erklärt hatten. Das vorliegende Faksimile präsentiert erstmals eine vollständige fotografische Wiedergabe des Codex Regularum. Ein umfangreicher Kommentar deutet den Text im Zusammenhang der literarischen Tradition monastischer Gesetzestexte.

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Albert (ed.), MarcelSchellschmidt (ed.), Jörg

Freunde fürs Leben

Mönche und Bücher

Freunde fürs Leben

Benedikt von Nursia (um 480-547) nennt in seiner Mönchsregel das Lesen eine Beschäftigung, die ebenso nützlich sei wie die Handarbeit. Er erhebt sie sogar zum Rang einer „göttlichen Lesung“. Über die Jahrhunderte haben Klöster und Mönche ein besonderes Verhältnis zu Büchern entwickelt, das man Freundschaft nennen darf. Bücher begleiten uns lange Strecken unseres Lebens, oft sogar ein Leben lang. Manchmal geben sie Rat oder stellen Fragen, manchmal spenden sie Trost und führen uns in uns selbst. Ihre Freundschaft ist unsere Freude.

„Mit viel Liebe gestaltetes Büchlein“ (Buchprofile 61/2016)

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01

Buschmann (ed.), LaraErdmann (ed.), MartinForaita (ed.), Sabine

In Klausur inspiriert

Von der Erfahrung zum Produkt

In Klausur inspiriert

Der Band dokumentiert in Wort und Bild ein Semesterprojekt über „Klosterkultur im Designkontext“, das 2014/2015 an der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen in Kooperation mit KLOSTERLAND e.V. und dem Unternehmen Manufactum stattgefunden hat. Studierende gingen bei Klosteraufenthalten auf Entdeckungsreise und entwickelten aus ihren Erfahrungen und Eindrücken Produkte und  Informationsangebote. Ein ungewöhnlicher, aber höchst kreativer Zugang zur Klosterkultur, der zeigt, dass es sich lohnt, fremde Lebenswelten zu entdecken.

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Bergmayr (ed.), Maximilian

Gemeinsames Leben in Christus

Eine evangelische Klosterregel

Gemeinsames Leben in Christus

Die Sozietas des Hl. Johannes des Evangelisten (SSJE) war die erste männliche Ordensgemeinschaft, die in der anglikanischen Kirche nach der Reformation gegründet wurde. Die Gemeinschaft errichtete bald andere Häuser in Indien und Südafrika. Angesichts der vielen neuen Herausforderungen der letzten Jahrzehnte entschloss sich der amerikanische Ordenszweig zu einer völligen Neubearbeitung seiner Lebensregel. Das dabei entstandene Dokument steht einerseits in der Tradition der abendländischen Ordensregeln, beschreitet aber auch gänzlich neue Wege, um Gemeinschaftsleben in Christus zu ordnen.

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Schrott (ed.), Georg

Mönche – Bienen – Bücher

Mönche – Bienen – Bücher

Immer waren die Klöster auf den Fleiß der Bienen angewiesen. Gerade für die nächtliche Liturgie benötigten Mönche und Nonnen Kerzenwachs in größeren Mengen. Honig war auch in der Klostermedizin erforderlich. Und die Bienen dienten auch als Bestäuber der klösterlichen Obst- und Gemüse-Kulturen. In der Geschichte der Klöster findet man daher immer wieder Zeugnisse der Bienenkultur. Es wurden Waldgrundstücke zur Bienenhaltung gekauft, sogenannte „Zeidelweiden“. Untertanen mussten Wachs-Abgaben liefern. Mönche übernahmen das Amt des „Apiarius“ oder Zeidelmeisters. In der Kultur der Klöster spielte die Biene jedoch auch noch eine geistliche Rolle: Der Staat der winzigen Tiere ist zu hochkomplexen Leistungen wie Wabenbau und Schwärmen fähig. Das ließ und lässt die Menschen immer wieder staunen. Seit Jahrtausenden ist die Biene daher auch ein religiöses Symbol ersten Ranges. Das Werk wurde herausgegeben von der Provinzialbibliothek Amberg als Katalog der dortigen Ausstellung vom 9. Mail bis 17. Juni 2011.

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Jaspert, Bernd

Per ducatum Evangelii

Per ducatum Evangelii

Ein Kernsatz der Regel des hl. Benedikt (6. Jh.) lautet: „Per ducatum Evangelii pergamus itinera eius, ut mereamur eum, qui nos vocavit in regnum suum, videre“ – „Unter der Führung des Evangeliums wollen wir die Wege gehen, die der Herr uns zeigt, damit wir ihn schauen dürfen, der uns in sein Reich gerufen hat“ (Prolog 21). Das gilt auch für das Christsein und Mönchsein im 21. Jahrhundert, ganz gleich, ob es ein „nachchristliches“, „postmodernes“ oder „pluralistisches“ Zeitalter wird.

Bernd Jaspert zeigt in kritischer Distanz zur Schlagwortmentalität unserer Tage die Markierungen auf, die den Weg ins dritte Jahrtausend n. Chr. aus benediktinischer Sicht kennzeichnen. Dabei wird deutlich, wie urevangelisch Benedikt dachte. Als Heiliger der noch ungetrennten Christenheit ist er daher ein wichtiger Zeuge für die Ökumene der Gegenwart. Im übrigen ist aus der Geschichte des missionarisch engagierten Mönchtums früherer Jahrhunderte Bemerkenswertes für die Zukunft des Christentums zu lernen.

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